Teil eines Werkes 
1. bis 6. Bändchen (1854)
Entstehung
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einen Beweggrund haben, ſeinem Beſuch ein myſteriöſes Ausſehen zu geben.“

„Ach, ſehr wahr,“ ſagte Hildegarde hurtig und ver⸗ wirrt, während ſie zur Seite trat, um ihren Coufin hereinzulaſſen.

Hamilton's Worte machten einen größeren Eindruck auf Raymund; er ſah wüthend aus und ſchien zu zau⸗ dern, ob er in das Zimmer treten ſolle, oder nicht. Wiederum klingelte es und Hildegarde war im Begriff, vorwärts zu ſpringen, als Raymund ſie beim Arm ergriff und mit furchtbar gerunzelter Stirne, die Zähne über einander beißend, und mit leiſer unterdrückter Stimme ihr zuflüſterte:

„Ein Wort — iſt es Zedwitz? oder — oder — „er blickte auf Hamilton.

Hildegarde's Geſicht wurde purpurroth. Sie ſchleu⸗ derte die haltende Hand zurück und ſprang nach der Thüre, die ſie weit aufriß, ſo daß iym nur ubrig blieb, ſich eiligſt in Hamilton's Zimmer zurückzuziehen, wo er mit gekreuzten Armen auf das Fenſter zuſchritt, nach⸗ dem er die Worte gemurmelt hatte, „bedaure, mich auf dieſe Weiſe einzudrängen.“ Hamilton rückte ihm einen Stuhl hin; er ſetzte ſich einen Augenblick nieder, ſprang aber im nächſten wieder auf, trat an die Thüre, öffnete ſie theilweiſe und ſchaute in den Gang hinaus.

„Ich habe Graf Rahmund vor mehr als einer halben Stunde hier in's Haus gehen ſehen,“ bemerkte eine ſehr laute Stimme, welche Hamikton als die der Frau von Hoffmann erkannte,“ und da ich wußte, daß ſie alle ausgegangen waren, und nur Fräulein Hilde⸗ garde ſich zu Hauſe befand, ſo erwartete ich, daß er es ſogleich wieder verlaſſen würde.“

„Ich glaube, Mama, Du mußt Dich geirrt haben,“ ſagte Fräulein von Hoffmann, indem ſie den Mund dicht an ihrer Mutter Ohr hielt. „Ich habe das Unglück, etwas taub zu ſein, Marie,