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beim Anblick des in den Zügen ſeiner Couſine ſichtba⸗ ren Schreckens in ein lautes Gelächter aus.
„Oskar,“ begann ſie ernſt, „du mußt an einem an⸗ dern Tag kommen.“ „Mama iſt nicht zu Hauſe und man hat mich daheim gelaſſen, um —
„Ich weiß, ich weiß,“ rief er ſie unterbrechend. „Ich habe ſie alle im Engliſchen Garten geſe⸗ hen, — auch deinen Cavalier Hamilton, der wie verrückt herumgaloppirte; und aus dieſem Grunde, meine allerliebſte, ſchönſte Couſine, bin ich hieher gekom⸗ men, weil ich hoffte, Dich einmal allein zu ſehen. Sieh nicht ſo erſchrocken aus, ich erſcheine nur, um Deinen Rath in Anſpruch zu nehmen, den Du mir über den wichtigſten Schritt meines Lebens zu geben verſpro⸗ chen haſt.“
„Nicht jetzt nicht jetzt,“ ſagte Hildegarde, verſtohlen nach dem Ende des Ganges blickend, wo ſie im Schatten ſeiner Thüre Hamiltons Geſtalt, mit gekreuzten Armen an der Wand lehnend, wahrnahm; „ein andermal, Oskar.“
„Welches andere Mal? Ich ſehe dich nie einen Augenblick allein, — ſelbſt bei den Hoffmanns; und obwohl meine gute Marie zu vernünftig iſt, um mich mit unnützer Eiferſucht zu plagen, bewacht nicht ihre alte, taube Mutter jede Bewegung, fängt jeden Blick mit ihren kalten, grauen, argwöhniſchen Augen auf? Ich wünſche manchmal, die alte Dame wäre blind anſtatt taub, ſie würde unendlich weniger widerwär⸗ tig ſein.“
„O Oskar 1
„Denke Dir nur, daß ich verdammt bin, in der Nachbarſchaft ſolcher Augen zu leben, meine Theuerſte, und Du wirſt mich wenigſtens bemitleiden!“
Du biſt nicht im Geringſten zu bemitleiden, — denn die Hofmanns ſind höchſt liebenswürdig,“ ſagte Hilde⸗ garde ſchnell. „Aber nun erwarte ich, daß Du mich verläſſeſt.“ 24*


