Teil eines Werkes 
1. bis 6. Bändchen (1854)
Entstehung
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daheim zu bleiben. Ich willigte natürlich ein, ohne, ich verſichere Sie, an dieſe verhaßten Bücher zu denken. Ich habe nicht im Sinn — ich vermag nicht zu recht⸗ fertigen, was ich gethan habe. Ich kann nur zu einiger Entſchuldigung ſagen, die Verſuchung war groß. Ich bin mehr als zwei Stunden allein geweſen — des Va⸗ ters Bücher ſind eingeſchloſſen; Ihr Zimmer betrete ich nie, wenn Sie abweſend ſind, und ich wünſchte, das Ende der Geſchichte zu erfahren, die mich immer noch intereſſirt und meine Gedanken, trotz aller Bemühungen, ſie zu vergeſſen beſchäftigt. Das Buch lag vor mirz ich habe lange widerſtanden, aber zuletzt doch aufge⸗ macht, „und ſo — und ſo —“

„Und ſo werde ich wohl anerkennen müſſen, daß ich Sie zu hart beurtheilt habe,“ ſagte Hamilton.

„Ich kümmere mich nicht um Ihr Urtheil. Ich bin in meiner eigenen Achtung gefallen, ſeit ich finde, daß ich einer Verſuchung nicht widerſtehen kann.“

„Und meine gute Meinung iſt von keinem Werth in Ihren Augen?“ .

„War vielleicht; aber ſie hat allen Werth in der letzten halben Stunde verloren.“

„Wie verſtehen Sie das2“

„Ich habe Sie im Laufe dieſer Zeit argwöhniſch, roh, und wie Sie es ſelbſt nennen würden, ungentle⸗ manmäßig gefunden.“

„Ein hübſcher Katalog von Fehlern für eine kurze rief Hamilton, ſich in die Lippen

eißend.

„Sie waren die letzte Perſon, von der ich ſolche Behandlung erwartet hätte,“ fuhr Hildegarde fort, während ihr die Thränen wieder in die Augen traten

uund ihre Stimme wankte,“ die allerletzte; und wenn

ich auch in Zorn gerieth und Ihnen ein Schlag ver⸗ ſttzte, ſo geſchah es erſt, als Sie mir die Hand zuſam⸗ mendrückten und mich über die Maßen reizten.“ Sie

verließ das Zimmer und ging ſchnell den Gang hinab⸗