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hörten auf zu fließen, und als ſie ſich erhob, das Zim⸗ mer zu verlaſſen, wandte ſie ſich faſt hochmüthig gegen ihn mit den Worten: „Ich weiß wirklich nicht, welches Recht Sie haben, ſo mit mir zu ſprechen. Ich betrachte es als eine ſehr große Anmaßung von Ihrer Seite und verlange, daß es nie mehr vorkommt.“ „Sie können ſich darauf verlaſſen, daß ich Sie auf dieſe Weiſe nie wieder beleidigen werde,« ſagte er, ihr das Buch entgegen haltend. „Was für eine elende Poſſe war es, eine Liſte von Büchern zu ſchreiben! „Nein, denn ich hatte die Abſicht, alle, die Sie mir empfohlen hatten, zu leſen.“ „Und alle, die ich Ihnen zu vermeiden empfohlen hatte, auch dieſes — dieſes, welches Sie ſtillſchweigend mir verſprochen hatten, nicht auszuleſen“ — Er hielt inne, denn, während ſie das Buch ſtillſchweigend nahm, erröthete ſie ſo tief und ſchien ſo verlegen, daß er traurig hinzufügte, „v, wie bedaure ich, nach Hauſe gekommen zu ſein! Wie wünſche ich, nicht entdeckt zu haben, daß Sie mich betrügen konnten!“ „Ich habe Sie nicht betrogen,“ ſagte Hildegarde. Hamilton ſchüttelte den Kopf und ſah wieder den Gegenſtand des Streites an. „Der Schein iſt gegen mich, und doch wiederhole ich, ich habe Sie nicht betrogen. Die Bücher ſind geſtern Abend nach der Bibliothek geſchickt worden — aber zu ſpät, um ſie auszuwechſeln. Der alte Hans brachte ſie wieder zurück, und ich fand ſie auf meinem Zimmer, als ich zu Bett ging. Ich habe ſie heute Nacht nicht geleſen. »Aber Sie ſind heute deshalb zu Hauſe geblieben,“ bemerkte Hamilton vorwurfsvoll. „Nein, die Mutter hat den Mägden Erlaubniß ge geben, auf den ganzen Tag auszugehen, und da ſie das Haus nicht ganz leer ſtehen laſſen wollte, bat ſie mich,


