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ſeiner Art. Ich will ſo ehrenhaft ſein und Ihnen ſa⸗ gen, daß Sie in hoher Achtung bei ihr ſtehen und daß die Furcht vor dem Widerſtand Ihrer Familie, und keine Gleichgültigkeit von Hildegarde's Seite deren fruhere Weigerung verurſacht hat. Ich hatte mit ihrer perſönlichen Abneigung den Kampf zu beſtehen, und wenn ich ſie auch überwältigt habe, ſo iſt an deren Stelle nur eine ſehr laue Art von Achtung getreten. Um Ihren Vortheilen das Gleichgewicht zu halten, lebe ich unter demſelben Dache mit ihr und ſehe ſie täglich — ſtündlich — oft allein.“
„Wir wollen im Ernſt unſern Wettlauf beginnen,“ rief Zedwitz eifrig, „aber zu dieſem Zweck müſſen Sie bei mir Quartier nehmen. Die Zimmer, welche mei⸗ nem Vater gehören, wenn er in der Stadt iſt, ſtehen Ihnen zu Dienſten; weder er noch meine Mutter kom⸗ men dieſes Jahr nach München, da die Hochzeit von Agnes vor dem Karneval ſtattfindet. Wir wollen zu⸗ ſammen wohnen, — die Roſenbergs zuſammen beſuchen, nach zwei oder drei Monaten einen Brief an Hilde⸗ garde ſchreiden und —“
Hamilton begann zu lachen.
„Hätten Sie mir dieſen Plan zu Seon vorgeſchla⸗ ſgen, wäre ich wohl darauf eingegangen, — aber jetzt würde es albern ſein, an ſo etwas zu denken. Alle andern Gefühle ganz außer Frage gelaſſen, iſt Hilde⸗ garde für mich abſolut nothwendig geworden. Wenn ich krank bin, pflegt fie mich, — wenn ich wohl bin, lieſt ſie mit mir oder bei mir, und unterhält mich, und wenn ich übler Laune bin, zankt ſie mit mir.“ „Im letztern Fall könnte ich deren Stelle vertre⸗ ten,“ fagte Zedwitz, „denn ich könnte leicht genug mit Ihnen zanken. Wenn ich dächte, Sie liebten dieſelbe wirklich, würde ich mir nicht ſo viel daraus machen, ſaber Sie ſuchen mit Ueberlegung auf ihre Koſten ſich ſere Monate zu unterhalten und bemühen ſich um ihre Zuneigung, ohne einen beſtimmten dabei zu


