Teil eines Werkes 
1. bis 6. Bändchen (1854)
Entstehung
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mit ihm weiter ging, während keiner von Beiben meh⸗ rere Minuten lang ein Wort ſprach.

„Sind Sie eiferſüchtig?“ fragte Hamilton enblich.

„Sie wiſſen am beſten, ob ich Grund dazu habe oder nicht.“

„Sie haben keinen Grund, obwohl ich bebaure, geſtehen zu müſſen, daß ich ebenfalls anfange, Hilde⸗ garde ganz unwiderſtehlich zu finden, aber ſie bekümmert ſich nicht im mindeſten um mich, und ſelbſt wenn es anders wäre, würde meine Lage hoffnungsloſer, als die Ihrige ſein. Ihre Eltern würden wenigſtens ge⸗ ruhen, einen ſchmeichelhaften Widerſtand eintreten zu laſſen, der aber, da Sie der einzige Sohn ſind, mit einer Einwilligung endigen muß, wenn Sie feſt ſind — die Meinigen würden mich mit Hohn und Spott überhäu⸗ fen, wenn ich ihnen nur einen Wink von einem ſo verkehrten Schritt, wie eine frühe Heirath, geben wollte. Ich bin es in der That, der eiferſüchtig, und noch dazu verzweifelt eiferſüchtig ſein ſollte, wenn Sie nur Alles wüßten.“

„Aber die Beſorgniß um Sie gerade vorhin —“

„War mehr natürlich, als ſchmeichelhaft,“ ſagte Hamilton, „ſte hat die Gewohnheit angenommen, wäh⸗ rend meiner Krankheit für mich zu ſorgen, und begehrt neuerdings ſelbſt in Kleinigkeiten eine Art Gehorſam, den ich ihr jedoch gerne leiſte, da ſie mir geſtattet, auf andere Weiſe auch ſie zu thranniſtren.“

„Aber ich betrachte Sie doch immer als einen ge⸗ fährlichen Rivalen —“ begann Zedwitz.

„Keineswegs, denn obwohl ich etwas von Hilbe⸗ garde's Achtung, wo nicht Zuneigung zu gewinnen wünſche, kann ich doch niemals mit ihr ernſthaft über den Gegenſtand ſprechen, der allein Ihren Wünſchen Eintrag thun könnte.“

„Sie rathen mir alſo, auszuharren?“ fragte Zed⸗

Die Anfangsbuchſtaben. 1. 23