Teil eines Werkes 
1. bis 6. Bändchen (1854)
Entstehung
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ſtanden wirklich von dem nebermaß ſeiner Anſtren⸗ gungen ihm die Thränen in den Augen.

„Ich fühle mich jetzt ganz erwärmt,“ ſagte er zu Hildegarde, die in großer Verwirrung neben ihm ſtand, da ſie beſorgte, daß ſie gehört worden ſei, und ſich, wie gewöhnlich, nun, da es vorüber war, ihrer Hef⸗ tigkeit ſchämte. Sie hatte ihren Arm bedeckt und ver⸗ ſuchte, ihre Hand los zu machen, als er hinzufügte:

„Sie hatten ganz Recht, wenn Sie ſagten, es wäre heute zu ſpät zum Schlittſchuhlaufen. Ich werde blos zum Anfang eine halbe Stunde ausfahren. Das iſt ein Opfer, das ich Ihrer beſſern Ueberlegung bringe.“

Hildegarde blickte auf, ihre Lippen waren nicht mehr blau, und ihre Augen hatten wieder die gewöhn⸗ liche klare Heiterkeit gewonnen.

„Morgen,“ bemerkte ſie mit angenſcheinlicher Zu⸗ friedenheit, „morgen können Sie ſogleich nach dem Mittageſſen ausgehen wenn die Sonne ſcheint.“

„Ganz recht. Bitte, vergeſſen Sie nicht, ein we⸗ nig Sonnenſchein für mich zu beſtellen,“ rief er la⸗ chend, als er aus dem Zimmer eilte.

„Wo iſt mein kleiner Quälgeiſt?“ fragte er, da er bemerkte, daß der Wagen leer war.

„Wie konnten Sie glauben, daß dieſelbe auf Sie warten werde?“ fragte Zedwitz ernſt. „Sie iſt ſo klug geweſen, nach Haus zu gehen.“

„Das freut mich,“ rief Hamilton, munter in den Wagen ſpringend, „das freut mich ſehr.“

„Es iſt verdammt kalt,“ ſagte Zedwitz und zog ungeduldig ſeinen Mantel über die Schultern. „Ich muß geſtehen, Ihre Minute hat lange gedauert.“

„Ei, mein lieber Junge, in Betracht, daß ich all das heiße Waſſer zu trinken und Hildegarde wieder in gute Laune zu verſetzen hatte, glaube ich nicht viel Zeit gebraucht zu haben.“

Zedwitz ſah ſchweigend aus dem Fenſter. Hamil⸗