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indem er ſeine Brille zurechtſetzte und zu Biedermann gewendet, flüſterte: „man iſt, wie es ſcheint, unnöthig beſorgt geweſen.“
„Ja, ich kenne Sie. Sie ſind der häßliche, alte Doctor mit dem vorſpringenden Kinn, der Creſcenz heirathete, nachdem ſie zu Seon im Mondſchein ſpa⸗ zieren gegangen waren.“
Der Doctor ſchüttelte den Kopf und wendete ſich zu Zedwitz, um von ihm Aufklärung über den Un⸗ fall zu erhalten. Dieſe war ſchnell gegeben und er und Hildegarde warteten mit ſichtbarer Aengſtlichkeit, bis der Dockor ſeine Meinung äußerte. Sie fiel nicht ſo günſtig aus, als ſie erwartet hatten. — Kräftige Heilmittet waren nothwendig, und es vergingen vier⸗ zehn Tage, ehe Hamilton fuͤr ganz außer Gefahr er⸗ klärt wurde. Während dieſer Zeit konnte nichts der Aufmerkſamkeit gleich kommen, die ihm von der Roſen⸗ berg'ſchen Familie und ſeinem Freunde Biedermann, der jede Nacht auf dem Sopha in ſeinem Zimmer zu⸗ brachte, zu Theil wurde. Auch Zedwitz blieb täglich mehrere Stunden bei ihm — doch waren vielleicht des Letzteren Beſuche nicht ganz uneigennützig, denn er traf oft Hildegarde, welche die Aufgabe hatte, ihn zu unterhalten, da er weder ſich vorleſen laſſen, noch ſelbſt leſen durfte.
Sobald er für reconvalescent erklärt wurde, be⸗
kam er täglich eine ganze Reihe von Beſuchen, nicht nur von ſeinen eigenen Bekannten, ſondern von Jeder⸗ mann, der ihn bei den Roſenbergs geſehen hatte. Er fühlte ſich zu Zeiten dadurch vielleicht ebenſo gelang⸗ weilt als verpflichtet, und erinnerte ſich gelegentlich mit Bedauern an die gefahrvollere Periode ſeiner Krank⸗
heit, da Hildegarde allein in ſeinem verdunkelten Zim⸗ mer ſaß und Creſcenz leiſe alle Viertelſtunden die
Thüre öffnete, um zu fragen, ob es mit ihm nicht beſ⸗ ſer wäre, — da ihre Mutter auf Major Stultz's An⸗ zrieb ihr ſtrenge verboten hafte, ſein Zimmer zu be⸗


