Teil eines Werkes 
1. bis 6. Bändchen (1854)
Entstehung
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Nähe befindet. Sie hat weder Wort noch Blick für ihren armen Coufin.“

„Sie bekommen jeden Abend, wenn ſie bei uns iſt, Worte und Blicke genug von ihr,“ bemerkte Frau von Hoffmann mit einiger Bitterkeit.

Hamilton ſah ſich um und gewahrte, wie Fräu⸗ lein von Hoffmann ihrer Mutter einen vorwurfsvollen Blick zuwarf und Raymund in Verwirrung gerieth. die Worte „jeden Abend“ tönten widrig in ſeinem Ohr, aber ehe er noch die unangenehmen Vorſtellungen, die ſich damit ſeines Geiſtes bemächtigten, zurechtlegen konnte, hatten ſie das Kirchhofthor erreicht, und Zed⸗ witz kam herbei und flüſterte ihm eilig zu, „ich möchte um keinen Preis dieſen Gang nach Hauſe verlieren. Ihr Rath bezüglich Hildegarde's war vortrefflich und ich bin entſchloſſen, ihm zu folgen. Bitte, laſſen Sie Ihren Reitknecht für mein Pferd ſorgen.“

„Mein Rath!“ wiederholte Hamilton mit erzwun⸗ genem Lächeln; aber ſchon war Zedwitz fort und die Menge hatte ſich bereits zwiſchen ihnen geſchloſſen.

Hamilton murmelte ſeinem Diener einige Befehle zu und ſprang dann auf ſein Pferd. — Das Thier, immer ſtetiſch, fühlte kaum dieſen ungeſtümen Sprung, als es heftig ausſchlug und, da es nun zornig in den Zügel genommen wurde, das Gleichgewicht verlor, ſo daß es ſich überſtürzte und zum Schrecken aller Um⸗ ſtehenden über ſeinem Reiter ſich wälzte.

Neunzehntes Kapitel. Deutſche Fleiſchbrühe. Hamilton wurde beſtnnungslos aufgehoben. Zed⸗

witz ſtürzte zu ſeinem Beiſtand herbei. Madame Roſen⸗ berg konnte von ihren Kindern nicht war