Teil eines Werkes 
1. bis 6. Bändchen (1854)
Entstehung
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ber umringten und damit einem religiöſen Brauche, . den man Hamilton als unnöthig zu betrachten gelehrt hatte, einen Schein erhöhter Feierlichkeit gaben. Der Verſuch, die Roſenbergs oder vielmehr Hilde⸗ garde unter der hin⸗ und hertreibenden Menge zu fin⸗ den, war lange fruchtlos und hätte vielleicht gar keinen Erfolg gehabt, wären ſie nicht den Hoffmanns und Raymund begegnet, die ſie ſogleich zum Gegenſtand ihrer Nachforſchungen führten. Madame Roſenberg machte gerade Anſtalt, ſich zu entfernen, und hielt in der Hand ein in Waſſer ge⸗ tauchtes bürſtenartiges Ding (Weihwedel), mit dem ſie das Grab beſpritzte. Hildegarde und Creſcenz folg⸗ ten ihrem Beiſpiel, ehe ſie mit Zedwitz oder Hamilton ſprachen; aber ſobald ſie daſſelbe weggelegt hatten, be⸗ gannen die beiden Knaben, als ſie ſich unbewacht ſahen, ſich ſo laut um denſelben zu ſtreiten, daß ihre Mutter, als ſie deren unehrerbietiges Betragen wahrnahm, den Gegenſtand des Streites ergriff, jedem einen Puff verſetzte und ſie vor ſich herſchob, indem ſie ausrief, „ich hätte Euch zu Hauſe laſſen ſollen, Ihr unartigen Kinder; Ihr habt nicht aufgehört, mich zu plagen, ſeitdem wir vom Haufe weg ſind. Denken Sie ſich nur,“ ſetzte ſie gegen Hamilton hinzu, „Guſtel war weimal daran, überfahren zu werden, und Peppi ſiel jn oft, daß Major Stultz ihn zuletzt tragen mußte!“ Zedwitz und Raymund hatten ſich ſogleich Hilde⸗ garde angeſchloſſen. Raymund's Geſicht, das von einem ſchrecklichen Gähnen verzerrt war, als ſie auf ihn ge⸗ ſtoßen waren, zeigte jetzt ein ſtrahlendes Lächeln, und augenſcheinlich verſuchte er, ſeine Coufine für ſich allein in Beſchlag zu nehmen. Dieſe ſchien jedoch nicht ſon⸗ derlich geneigt, auf ihn zu hören, und widmete ihre Aufmerſamkeit faſt ausſchließlich Zedwitz. Endlich ge⸗ ſellte er ſich wieder zu ſeiner Braut, indem er laut ge⸗ nug, daß es Hamilton hören konnte, bemerkte: „Hilde⸗ garde weiß, woran ſie iſt, wenn Zedwitz ſich in der