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Ihre Aufmerkſamkeiten wieder erneuern, wenn er ſich nicht ſogleich wieder mit ihr verſöhne.“
„Ich werde ihm die Wahrheit ſagen und die Schuld auf mich nehmen — ſelbſt mehr, als ich ver⸗ diene,“ ſagte Hamilton, die Thüre ſchließend und die Treppe hinabſpringend.
„Er iſt wirflich ein ausgezeichneter junger Mann!“ rief Madame Roſenberg, und trotz ſeiner Jugend kann ich ihm die Beilegung der unangenehmen Affaire ganz überlaſſen. Auf alle Fälle iſt heute Nacht nichts mehr zu thun und ich kann wohl zu Bette gehen. Sage Creſcenz, daß ich ſie vor morgen nicht zu ſehen wünſche. Was geſagt iſt, läßt ſich nicht mehr unge⸗ ſagt machen, und Schelten würde jetzt nutzlos ſein. Was wird Dein Vater ſagen, wenn er hört, was ſie gethan hat?“
Hamilton blieb länger aus, als er erwartet hatte. Er hatte Major Stultz gerade eingeholt, da er in ſeine Wohnung eintreten wollke, war mehr als eine Stunde in ernſtem Geſpräch mit ihm auf der Straße auf⸗ und abgegangen und hatte ihn nachher auf ſein Zim⸗ mer begleitet.
Mitternacht war vorüber, als er vermittelſt eines ihm von Madame Roſenberg gegebenen Schlüſſels ſtille in das Haus trat. Im Augenblick, da er die Thüre öffnete, hörte er ſie rufen, und unmittelbar darauf er⸗ ſchien ihr Mann in einem langen, geblümten Kattun⸗ ſchlafrock und Pantoffeln und lud ihn ein, in's Zim⸗ mer zu treten. Hamilton zögerte, aber da ihn Ma⸗ dame Roſenberg noch einmal rief, rückte er entſchloſſen
vorwärts. Einige ſchräg hereinfallende Mondſtrahlen und eine trübe brennende Nachtlampe ſtritten um die Ehre, das Gemach zu erhellen, und Hamilton einen Stuhl neben Madame Roſenbergs Bett zu zeigen, von dem er auf ihre Bitte Beſitz nahm, während er ihr umſtändlich erzählte, wo er Major Stultz eingeholt, was er ihm geſagt, was Major Stultz geantwortet


