Teil eines Werkes 
1. bis 6. Bändchen (1854)
Entstehung
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Sns ſo Gefährliches zu unternehmen, wie eine Gems⸗ agd —“ „Gefährlich! Da iſt keine Gefahr dabei!“

„Keine Gefahr! Warum habe ich aber ſo ſchreckliche Erzählungen von Gemsjagden geleſen?“

„Geleſen! O, ich auch — und ich läugne nicht, daß gelegentlich ein Unglücksfall paſſiren kann. In der“ Schweiz zum Beiſpiel, wo die Jagd frei iſt, werden die Gemſen ſo ſelten und ſcheu, daß ſie ſich nach den höchſten Regionen des Gebirgs zurückgezogen haben. Dort und vielleicht auch in denjenigen Gegenden Tyrols, wo ſie nur dem Namen nach geſchützt ſind, iſt es ſehr ſchwer, ihnen beizukommen, — aber in der Nachbarſchaft von Berchtesgaden, Iſchl und in Steyermark iſt eine Gemſe ſchwerer zu ſchießen, als ein Hirſch oder ein Reh⸗

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„Aber,“ ſagte A. Z., „Du mußt geſtehen, daß man von einer Gemsjagd immer mehr hält und ſpricht, als von einer andern, und Du möchteſt, das bin ich über⸗ zeugt, lieber eine Gemſe, als einen Hirſch ſchießen.“

„Wahr, aber man braucht nicht mehr daraus zu machen, als nothwendig. Mr. Hamilton wird, fürchte ich, bei ſeinen gegenwärtigen Vorſtellungen davon ſich höchlich getäuſcht finden.“

„Nein, denn ich wollte ihm eben ſagen, daß ich auf Bergen geweſen bin, wo man die Gemſen von Felſen zu Felſen an Stellen ſpringen ſah, die ich mit ein Paar Steigeiſen leicht hätte erſteigen können.“

„Was iſt das?“ 5

„Ich kann ſie Ihnen kaum beſchreiben. Sie ſehen aus ver Ferne wie Galoſchen aus und werden auf gleiche Weiſe über die Schuhe geſchnallt, ſind aber mit vier ſtarken Eiſenſpitzen verſehen, welche dazu dienen, mit dem Fuß auf dem Boden oder in den eiſenſhten feſt aufzutreten.“

„Das iſt's,“ rief Hamilton. „So waren ſie auch in

der Beſchreibung, die ich geleſen habe.“