Teil eines Werkes 
1. bis 6. Bändchen (1854)
Entstehung
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Hamilton biß ſich in die Lippen und erröthete; es lag in ihrer ſcherzhaften Weiſe etwas ſo unzweideutig Ironiſches, daß er ſich gekränkt fühlte: und dieſer ge⸗ heime Verdruß verrieth ſich trotz aller Bemühungen, ihn zu verbergen.

„Sie ſind beleidigt,“ bemerkte ſie nach einer Pauſe ruhig, „und beleidigt ohne Urſache. Ich hatte mein Leben lang eine ganz beſondere Antipathie gegen junge Männer, — es iſt ganz unmöglich, mit ihnen zu ſchwatzen, ohne Bemerkungen zu machen, die, wie ſie ſich einbilden, ihrer Würde Abbruch thun. Ich wollte Sie nicht kränken und nehme meine Worte zurück; ſtatt eines vielverſprechenden muß ich Ihnen den Namen eines reizbaren jungen Mannes geben. Ge⸗ fällt Ihnen das beſſer?“

„Unendlich beſſer,“ antwortete er lachend; — „wenn nicht die Benennung, iſt doch die Manier vorzuziehen. Ich kann Alles ertragen, nur nicht lächerlich gemacht zu werden.“

„Was Sie jetzt lächerlich nennen, wird in wenigen Jahren Badinage heißen; doch laſſen Sie uns von etwas Anderem reden, oder noch beſſer — wir können ja leſen.“

„Hier iſt die neueſte Allgemeine Zeitung“ oder Blackwood's Magazin!“

„Halten Sie Blackwood?“ fragte Hamilton.

„Ich bekomme ihn und alle Bücher, die ich wünſche, aus der Königlichen Bibliothek. Niemand entwickelt in dieſer Beziehung eine glänzendere Liberalität, als der König von Bayern. Wenn Sie nach München gehen, ſtellt Ihnen Ihr Bankier einen Schein aus, daß er für jedes Buch verantwortlich iſt, das, ſo lange es in Ihrem Beſitz iſt, verloren oder beſchädigt wird; und dieß iſt die einzige nothwendige Formalikät, um Ihnen die unbeſchränkte Benützung einer Bibliothek, die mehr als eneitetn Bände enthält, zu verſchaffen.“