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„Keineswegs,“ rief Hamilton, „meine Bekannt⸗ ſchaft mit der jungen Dame iſt von ſehr neuem Datum.“
„Ich wußte gar nicht, daß überhaupt eine ſolche Bekanntſchaft ſtattfand,“ ſagte A. Z.
„Sie verdient kaum dieſen Namen. Wir legten einen Theil des Wegs von München mit einander zurück; ihr Wagen war verzweifelt überfüllt, und ich machte den Vorſchlag, einen Theil der Reiſenden in den mei⸗ nigen zu nehmen. Fräulein Creſcenz, das Kinds⸗ mädchen und ein mit den Füßen um ſich ſtoßender Knabe, Namens Peppy, wurden alſo meiner Sorgfalt anvertraut.“
„Eine ſolche Höflichkeit von Seiten eines Eng⸗ länders war etwas ſehr Ungewöhnliches; wenigſtens gelten allgemein unſere Landsleute hier, wenn ſie auf Reiſen ſind, für ſehr ſelbſtſüchtig,“ bemerkte A. Z.
„Vielleicht waren auch meine Motive nicht ganz ohne eine Beimiſchung von Selbſtſucht; ich fürchtete mich ein wenig vor der Langeweile eines ganzen Nach⸗ mittags, allein, in einem unbehaglichen Fuhrwerk, und wünſchte mir außerdem ein Abenteuer.“
„Wie iſt es abgelaufen?“
„O, es ging famos, bis wir Seon erreichten; aber von dem Augenblick an, da Fräulein Creſcenz ihre Stiefmutter wieder ſah, war ihr Benehmen gänzlich verändert; ich ſchloß daraus auf ihre Abſicht, eine Bekanntſchaft mit mir zu vermeiden, nun, da ich ihr ferner von keinem Nutzen mehr ſein konnte.“
„Ihr Schluß beweist, wie gar wenig Sie deutſche Mädchen von jenem Stande kennen.“
„Sollte man das Thun dieſer Deutſchen nur nach dem Gegentheil ſich erklären dürfen?“
„Cela depend.“ *)
„Vielleicht will dann ihre Schweſter nur ſehr artig gegen mich ſein — unſere Bekanntſchaft begann damit,
*) Das kommt darauf an.


