Teil eines Werkes 
1. bis 6. Bändchen (1854)
Entstehung
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Es wird mir darum ſehr angenehm ſein, wenn ich Ihnen auf irgend eine Weiſe dienen kann.“

„Ich danke Ihnen ich kann mir nicht vor⸗ ſtellen, was mein Vater für Gründe zu einem ſolchen Stillſchweigen und Heimlichthun haben konnte „ ſagte Hamilton nachdenklich. „Die Idee, die ich habe, iſt vortrefflich, wenn ich ſie nur in Wirklichkeit ſetzen fönnte. Vielleicht haben Sie die Güte, mir hiebei Ihren Rath und Beiſtand zu gewähren.“

„Sehr gern; und ich will damit beginnen, daß ich Ihnen ſo lange zuzuwarten rathe, bis Sie über Ihr Officierspatent etwas Näheres erfahren, ehe Sie ſich mit einer Familie in irgend eine Unterhandlung ein⸗ laſſen.“

„Ich trete nicht in die Armee — mein Onkel will mir nicht erlauben, nach Indien zu gehen; ſo iſt meines Vaters Abſicht, ich ſolle mein Glück in der diplomati⸗ ſchen Laufbahn verſuchen, und mein vornehmſter Zweck iſt, mich in der deutſchen Sprache zu vervollkommnen. Eine achtbare Familie, ließe ſich eine finden, die ge⸗ neigt wäre, mich aufzunehmen, würde allen meinen Abſichten entſprechen und alle meine Wünſche erfüllen.“

„Ein Diplomat! Dann müſſen Sie die falſche Scham zu überwinden ſuchen, die ſich Ihrer zu bemäch⸗ tigen ſcheint, ſobald Sie mit Fremden reden, ſonſt wird es ſich nimmer thun. Jetzt ſind Sie natürlich in Ihrer Ruhe, aber ich ſage Ihnen ehrlich, ich kann mir kaum vorſtellen, daß Sie dieſelbe Perſon ſind, die vor einer Viertelſtunde vor mir ſtand und roth wurde und den Hut zerknitterte, als befände ſie ſich in tödtlicher Ver⸗ legenheit.“

„Und es war wirklich eine tödtliche Verlegenheit,“ antwortete Hamilton lachend. „Ich merkte, als Sie in das Zimmer traten, daß Sie mich nicht kannten. Ich bildete mir ein, Sie hätten den Brief vielleicht nicht geſchrieben, oder er wäre nicht für mich oder meinen Vater beſtimmt geweſen; und da ich bereits