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trennen; doch da er ſpäter eine reiche Schmiedstochter heirathete, beſtand dieſe alsbald darauf, ſie in eine Schule zu ſchicken.“
„Ich glaube, ich erinnere mich jetzt wieder daran — höchſt wahrſcheinlich eine Schweſter unſeres Freun⸗ des, des Grafen Raimond, Agnes?“
„Das Fräulein heißt Agnes?“ fragte Hamilton ſchnell. „Dann ſind Sie vielleicht die Perſon, die ſo freundlich war, mir den Brief zu ſchreiben, der . er ſuchte in ſeiner Taſche nach dem Briefe von A.
„Wie! — was iſt das mit dem Briefe?“ fragte die alte Dame haſtig.
„Ein Mißverſtändniß, Mama.“ er ſagt, Du habeſt ihm geſchrieben, meine Liebe.“
„Nein, Mama, das iſt von mir nicht geſchehen, aber ich glaube ſehr wahrſcheinlich von Papa. Ich weiß, er ſchrieb kürzlich an einen Engländer in Mün⸗ chen. Es wird ihn gewiß freuen, Sie zu ſehen,“ ſetzte ſie, gegen Hamilton gewendet, hinzu; „denn obgleich er ganz leidlich Engliſch ſpricht, fällt ihm das Schreiben äußerſt ſchwer, und das kleine fragliche Billet koſtete ihn beinahe eine Stunde. Wenn Sie mit Ihrem Frühſtuck fertig ſind, kann ich Sie ſogleich nach ſeinem Zimmer führen.“
Hamilton ſchob ſeine Kaffeetaſſe zurück und ſtand ſogleich auf.
„Agnes, Agnes!“ rief ihre Mutter ernſt, „Du weißt, daß Dein Vater ſchwitzt.“
„Ja, Mama, ich weiß es; aber Papa iſt ſehr be⸗ gierig, ſeinen engliſchen Correſpondenten zu ſehen; Sie kommen wahrſcheinlich gerade von Gräfenberg zu⸗ rück?“ fragte ſie, gegen Hamilton gewendet. „Haben Sie keinen Brief von Prießnitz?“
„Brief von Prießnitz! Ich habe keinen Brief, außer dem, welchen ich vorgeſtern vom Grafen Zedwitz erhielt.“


