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Hamilton erklärte, ihr äußerſt verbunden zu ſein — drückte jedoch die Hoffnung aus, einen beſſern Anſpruch auf ihre Beachtung darthun zu können, als die bloße Eigenſchaft ſeiner Nationalität.
Dieß verſtand ſie nicht, denn gleich den meiſten Deutſchen, die Engliſch lernen, verſtand ſie ſelten, was ihr geſagt wurde, und zog vor, immer ſelbſt zu ſchwatzen, ſtatt eine Antwort in einer Sprache zu erwarten oder zu begehren, die ſie nur durch das Auge, nicht vom Gehör kannte. „Wir haben hier eine ſehr ſchöne Natur!“ lautete alſo die Antwort, die er auf eine Be⸗ merkung erhielt, womit er die intereſſante Entdeckung, daß er der Sohn ihres Münchener Correſpondenten wäre, einzuleiten beabſichtigt hatte. „Wir haben eine ſehr ſchöne Natur hier.“
Hamilton ſah ganz verblüfft aus, oder ſie hielt ihn für eiwas taub, denn ſie wiederholte noch einmal lauter als zuvor, „eine ſehr ſchöne Natur!“
Er verbeugte ſich und erröthete leicht.
„Mama will ſagen, die Ausſicht (der Proſpeet) ſeie
hier recht gut,“ ſagte die jüngere Dame in erklärendem
Ton.
„Ah! Proſpect!“ wiederholte er.
„Was Sie Landskip nennen, — paysage? Iſt es nicht gut engliſch? Nicht?“ „O, ſehr gut engliſch,“ antwortete er, ſich um⸗
ſehend und bereit, alles Mögliche, was ſeinem Blick ſich darböte, zu bewundern. Nun aber waren ſie in
r Laube, die dicht mit Blätterwerk überzogen war,
ei um ſie den Sonnenſtrahlen undurchdringlich zu machen,
und va der Eingang auf der Gartenſeite war, ſo zeigte ſich durchaus nichts Sehenswerthes, das man mit dem Mamen einer Ausſicht hätte belegen können. Hamilton wußte nicht, was er ſagen ſollte, und gerieth bereits in Verlegenheit, als glücklicherweiſe die Roſenberg erſchienen und eine Diverſion zu ſeinen Gunſten machten. Cres⸗ cenz und ihre Schweſter kamen näher und gingen ihrer


