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Auf⸗ und Zuſchließen mehrerer Zimmer, und in der Ferne ſich verlierende Stimmen, und dann war Alles wieder ſtill. Er wartete nur noch ſo lange, um ſich zu vergewiſſern, daß Niemand um den Weg war, und trat dann vorſichtig ſeinen Rückzug an.
Eine Jugenderinnerung entlockte ihm jetzt ein Lächeln, als er aus ſeinem Verſteck ſich aufmachte; er gedachte der Zeit, da er gehofft hatte, „ſeine neuen Stiefeln würden auch knarren“, und insgeheim ſelbſt mit dem Schuſterslehrling unterhandelt, wenn er ſo glück⸗ lich geweſen war, ſich ohne Zeugen das Maß nehmen zu laſſen. Und jetzt, was würde er nicht um ein Paar Pantoffeln oder Alles, nur nicht knarrende Stiefel ge⸗ geben haben!
Er hatte kaum ſechs Schritte auf den Zehen ge⸗ macht, als eine Thüre aufging und ein Kopf ſich her⸗ ausſtreckte. Er rechnete darauf, in der Dunkelheit ver⸗ borgen zu bleiben, und drückte ſich an die Wand; kaum war der Kopf verſchwunden, ſo ſtürzte er, den günſtigen Augenblick ergreifend, in einen dunkeln Gang und lief, ohne zu wiſſen, ob er ſich rechts oder links wendete, fort, bis er zu einem großen, offenen Fenſter gelangte. Er ſchaute hinaus und erfannte die kleine, grüne Kaleſche des Fremden. Das war eine Art Kom⸗ paß, nach dem er ſteuern konnte; ſeine Fenſter gingen nach derſelben Seite, alſo mußte dieſe Thüre nach ſeinem Zimmer führen. Ehe er jedoch eine andere Erpedition unternahm, hielt er es für gut, ſich Licht zu verſchaffen. Dieß verurſachte eine Zögerung von einigen Minuten, und als er ſich wieder aufmachte, ſchien das Glück ihm günſtiger zu ſein. Hildegard und ihre Stiefmutter ſchrilten vor ihm her, als ob ſie ihm den Weg weiſen wollten. Sie verſchwanden am Ende des Gangs, und er beſchleunigte ſeine Schritte, um ſie auf der Treppe einzuholen.
Die Letztere ſprach laut und ſchien in der Fort⸗
ſetzung einer kurz zuvor begonnenen Rede begriffen.


