Teil eines Werkes 
1. bis 6. Bändchen (1854)
Entstehung
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Er wandte mechaniſch nach dem Orgelchor um.

„Richt dahin! Nicht dahin!“ rief ſie heftig. „Man ſollte wirklich glauben, Sie ſeien närriſch.“

Durch dieſe etwas unhoöfliche Bemerkung gereizt, fragte Hamilton mit ebenſo ſanſter Stimme, wie die ihrige: „Wohin zum T.—l ſoll ich denn gehen, mein Fräulein? Sie wollen voch nicht, daß ich mich dem Schein aller dieſer Lichter ausſetzen ſol

„Gehen Sie! gehen Sie! gehen Sie 1“ rief ſie mit zunehmender Heftigkeit und mit dem Fuß auf den Bo⸗ den ſtampfend. „Sie können quer über den Corridor gelangen, ehe man in dieſen Gang kommt.“

„Er eilte davon, durchſchritt den Gang, ſtolperte zwei oder drei Stufen zu einer Thüre hinauf, welche mitleidig ſeiner Hand nachgab und ihm einen Rückzug in — die Kirche geſtattete, denn hier war er wieder! In völliger Beſtürzung und mit einem Gefühl, als hätte er das Alpdrücken, warf er ſich jetzt auf einen Sitz und bedeckte das Geſicht mit den Händen.

Schritte und fragende Stimmen kamen näher und näher. Er hörte verwundertes Fragen, Schelten und Zanken, und dann wurde Alles ruhig, und nur unter⸗ Schluchzen von Creſcenz erreichte noch ſein

hr.

Auf einmal wurde es zu ſeinem nicht geringen Schrecken hell in der Kirche; einige Leute mit Lichtern erſchienen auf der Orgel ihm gegenüberz er hatte je⸗ doch von ihnen nichts zu beſorgen, denn der Zufluchts⸗ ort, wo er ſich befand, war, wie es ſich auswies, die vergitterte Gallerie, die früher die Mönche eingenom⸗ men hatten. Inzwiſchen war das Gewitter heftiger geworden, jeder Blitzſtrahl war unmittelbar von einem ſo lauten Donnerſchlag begleitet, daß er das Kloſter ſelbſt in ſeinen Grundmauern zu erſchüttern ſchien. Er diente aber dazu, die Geſellſchaft aus einander zu treiben, denn hald darauf hörte Hamilton Schritte der

Zurückkehrenden an der Thüre der Gallerie vorbei, das