Teil eines Werkes 
1. bis 6. Bändchen (1854)
Entstehung
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Ankunft ſein Bette und ſeine Badewanne hieher, und ſein Diener Pepperl muß ihn jeden Morgen einbinden.“ In dieſem Augenblick klopfte Jemand leiſe an die Thüre. „Herein!“ rief Hamilton, und zu ſeiner nicht geringen Ueberraſchung erſchien Creſcenz auf der Schwelle. Sie erröthete und er deßgleichen, und dann wurde er roth, weil er erröthet war; und um ſeinen Verdruß zu verbergen, nahm er ein kaltes, hochmüthi⸗ ges Weſen an und wartete, bis ſie ſpräche. Sie ſtam⸗ melte etwas von einem Arbeitsbeutel und einem Taſchen⸗ tuch, als ſie mit Hülfe des Zimmermädchens ſeinen Reiſeſack umdrehte und ſeinen Mantel nach allen Rich⸗ tungen ausſchüttelte. Es fand ſich aber nichts vor, und bereits war ſie im Begriff, das Zimmer wieder zu verlaſſen, als Hamilton die vermißten Gegenſtände unter ſeinem Toiletten⸗Neceſſaire vorfand. Als er ihr die⸗ ſelben zurückgab und die Thüre öffnete, um ſie hinaus⸗ zulaſſen, benützte er dieſe Gelegenheit und erwiederte ihren früheren Bückling mit einer ſo tiefen Verbeu⸗ gung, daß ſie zum Spott werden mußte, und auch ſie nahm ſie dafür, denn das Blut ſtieg ihr bis zu den Haarwurzeln und färbte Hals und Ohren mit einem tiefen Roth, als ſie das Haupt neigte und in Beglei⸗ tung des Zimmermädchens aus dem Gemach eilte. Hamilton erſchrack aber jetzt über ſeine Rohheit alſo, daß er ſehr geneigt war, ihr nachzueilen und ſich zu entſchuldigen; und wäre er allein geweſen, hätte er es ſicherlich gethan, denn es fiel ihm ſogleich ein, daß ſie ſelbſt, ihr Taſchentuch zu ſuchen, gekommen war, nur um Gelegenheit zu einer Erklärung ihres plötzlich ſo veränderten und ungewöhnlichen Benehmens zu fin⸗ den. Dieß ließ ihn ſein knabenhaftes Verfahren noch mehr bereuen, und er wünſchte, mit ihr geſprochen zu haben. Er ſchaute aus dem Fenſter, zu ſehen, ob er ſie vielleicht noch treffen könnte, wenn er den vielbe⸗ ſprochenen Kreuzgang durchſchnitte; aber anſtatt des

aufſteigenden Mondes erhoben ſich drohende Sntr