Teil eines Werkes 
1. bis 6. Bändchen (1854)
Entstehung
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um, aber kein Hamilton war zu finden, ehe er an die Zeit kam, wo nach Herrn Havard's Ausdruck „ſo viele Hamiltons“ da geweſen. Er wünſchte ihnen, deren Fa⸗ milien und Gefolge glückliche Reiſe, ſchloß das Buch, legte A. Z.'s Brief forgfältig in ſein Schreibneceſſaire und eilte, nachdem er dem Kellner Befehl gegeben hatte, ihn nächſten Morgen in aller Frühe zu wecken, zu Bette.

Der Tag war ſchön, und Hamilton fühlte ſich in beſſerer Laune, als je, ſeitdem er die Heimath ver⸗ laſſen hatte, denn er ſchmeichelte ſich mit der Vor⸗ ſtellung, daß er jetzt von dem breit getretenen Pfade der Reiſenden ablenke und wenigſtens die Ausſicht habe, etwas Neues zu ſehen. Der etwas ſchäbige Wagen und die ſchläfrig ausſehenden Pferde vermochten nicht, ihn zu ſtören, und der Kutſcher in ſeiner dunkelblauen, leinenen Blouſe und mit der kurzen Pfeife, die von einem buſchigen Schnurrbart überſchattet war, kam ihm ganz und gar maleriſch vor. Für ſeine Pferde ſchien er ſehr beſorgt, denn kaum hatte er die Vorſtadt von München verlaſſen, als er vom Bock herunterſtieg, um eine kleine Anhöhe hinauf zu Fuß zu gehen, und Hamilton begann jetzt eifrig, aber vergebens, gegen das Schließen des Wagens zu proteſtiren.

Der Kutſcher fuhr gemächlich weiter, während er den ungeduldigen Inſaſſen verſicherte, es abſichtlich ſo gemacht zu haben, damit er vom Staub oder Sonnen⸗ ſchein nicht beläſtigt würde; zudem könnte er an der offenen Seite von der flachen Gegend, die ſie paſſirten, ſo viel ſehen, als ihm angenehm wäre.

„Iſt denn die Landſchaft ſo gar häßlich?“ fragte Hamilton, der nichts Geringeres als eine amerikaniſche Prärie ſich vorſtelite.

„Flach — ſehr flach; aber gegen Abend werden wir den Bergen näher ſein.“

„Ihr ſcheint ein Freund von Bergen zu ſein?“

„Ich bin ein Tyroler und an ſie gewöhnt. Auf