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Die Geschichte von Samuel Titmarsh und dem großen Hoggarty'schen Diamant : drei Bändchen / von W. M. Thackeray
Entstehung
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Freundes eine Anſtellung erhalten und Mrs. Titmarſh hat ihn nur ausgelacht; ſomit hat es gerade nicht ſo viel zu bedeuten. Ein ſchlechter Wind, der Niemand Etwas Gutes bringt, heißt's im Sprüchwort.“

„Ein Wind ſolcher Art — mit ſchuldigem Reſpekt vor Ihnen, Mylord, — ſoll mir nie was Gutes bringen. Ich habe in den letzten paar Jahren wohl erfahren, was es heißt, ſich Freunde machen mit dem ungerechten Mammon, und daß aus einer ſolchen Freundſchaft am Ende für ehrliche Leute nichts Gutes entſteht. Es ſoll nie heißen, Samuel Titmarſh habe eine Stelle erhalten, weil ein Großer deſſen Frau gerne geſehen. Und wäre auch die Anſtellung noch zehnmal ſo vortheilhaft: ich müßte mich jeden Tag, wenn ich mein Bureau be⸗ träte, vor mir ſelber ſchämen, wenn ich an die nieder⸗ trächtige Weiſe dächte, wie ich mein Glück gemacht hätte. Sie haben mir die Freiheit verſchafft, mein Lord, und Gott ſei Dank, ich will ja gerne arbeiten. Mit Hülfe meiner Freunde kann ich leicht auf einem Comp⸗ toir eine Stelle erhalten, welche nebſt dem Einkommen aus dem Vermögen meiner Frau ſo viel gewährt, daß wir mit Ehren in der Welt daſtehen können.“

Ueber dieſer ziemlich langen Rede war ich ein we⸗ nig hitzig geworden; denn man darf mir glauben, es wollte mir nicht recht hinunter, daß Seine Herrlichkeit mich ſollte für fähig halten, auf irgend eine Weiſe mit der Schönheit meiner Frau zu ſpekuliren.

Mein Lord wurde erſt feuerroth und ſah recht un⸗ wirſch aus; zuletzt aber reichte er mir die Hand und ſagte: „Sie haben Recht, Titmarſh, und ich habe Un⸗ recht, und ich wihl Ihnen im Vertrauen ſagen, ich halte Sie für einen Ehrenmann durch und durch. Und Sie ſollen nicht in Schaden kommen mit Ihrer Ehren⸗ haftigkeit; ich verſpreche es Ihnen.“

Ich kam auch nicht in Schaden; denn ich bin im Augenblick, wo dieſes gedruckt wird, Lord Tiptoffs Rent⸗ meiſter und ſeine rechte Hand, bin ein glücklicher Vater,