Druckschrift 
Die Geschichte von Samuel Titmarsh und dem großen Hoggarty'schen Diamant : drei Bändchen / von W. M. Thackeray
Entstehung
Einzelbild herunterladen

180⁰

und meine Frau iſt in der ganzen Gegend geliebt und ge⸗ ehrt. Auguſt Hoſkins iſt mein Schwager und Compag⸗ non ſeines trefflichen Vaters in deſſen Ledergeſchäft und der Liebling aller ſeiner Neffen und Nichten um ſeiner Streiche und Späſſe willen.

Um noch einmal auf Herrn Brough zu kommen — ſo würde die Geſchichte dieſes Mannes allein ſchon einen Band füllen. Seit ſeinem Verſchwinden aus der Londoner Welt hat er auf dem Feſtland viel von ſich reden gemacht. Er hat daſelbſt tauſend Rollen geſpielt und Schickſalswechſel aller Art, böſe und gute, erfahren. Eines dürfte mindeſtens an dieſem Manne zu bewun⸗ dern ſein und das iſt ſein ungebeugter Muth; auch kann ich nicht umhin auf das zurückzukommen, was ich ſchon oben angedeutet, daß Etwas Gutes an ihm gewe⸗ ſen ſein mußte, wenn ich bedenke, mit welcher Treue die Seinigen an ihm hängen. Was Roundhand betrifft, ſo wird es ebenfalls am beſten ſein, aus theilnehmender Rückſicht für ihn nicht weiter über ſeine Geſchichte mich auszulaſſen. Der Prozeß Roundhand's gegen Tidd iſt noch friſch im Gedächtniſſe des Publikums. Nimmer⸗ mehr aber kann ich begreifen, wie ein ſo ſentimentaler Menſch, wie Wilhelm Tidd, ſich an ein ſo dickhauchiges, gemeines, widerwärtiges Weib, wie Frau Roundhand, machen konnte, welche altershalber recht gut ſeine Mutter hätte ſein können.

Sobald wir wieder dem Glück im Schvoß ſaßen, thaten Herr und Frau Grimes Wapſhot Schritte, ſich mit uns auszuſöhnen. Wapſhot enthüllte mir die ganze Schlechtigkeit, mit der ſich Herr Smithers in dem Brough'ſchen Handel benommen. Derſelbige hatte mir auch einmal bei meinem Beſuch in Somerſetfhire den Hof machen wollen. Allein ich habe ihn ſehr kurz ab⸗ gefertigt, wie oben gezeigt wurde.

„Er iſt es geweſen,“ ſagte Herr Wapſhot, der meine Frau — ſie war damals noch Wittwe Hoggarty — zu dem Ankauf der Weſtdiddleſer⸗Aktien vermocht

————

—