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Die Geschichte von Samuel Titmarsh und dem großen Hoggarty'schen Diamant : drei Bändchen / von W. M. Thackeray
Entstehung
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wohl er ſelber Unrecht hatte und hat verſprochen, für Sie zu ſorgen. Wir gehen jetzt auf einige Zeit nach Richmond hinunter auf ſein Landgut. Seien Sie aber verſichert, Herr Titmarſh, daß ich nicht verfehlen werde, Sie bei ihm im Andenken zu erhalten.“

„Frau Titmarſh wird das ſchon thun,“ nahm Lady Tiptoff das Wort, „Edmund iſt entſetzlich in ſie verſchoſ⸗ ſen!“ Marie wurde roth und ich mußte lachen; kurz wir waren alle glückſelig.

Auch kam bald darauf, weiß der Herr, ein Schrei⸗ ben an mich von Richmond; darin ſtund, daß ich als vierter Buchhalter bei dem Schnur⸗ und Siegellackamt mit einem Jahrgehalt von achtzig Pfunden angeſtellt ſei.

Hier ſollte vielleicht meine Geſchichte zu Ende ſein, denn ich war jetzt wieder in guten Umſtänden und habe ſeither, Gott ſei Dank! nie wieder Mangel gelitten. Auguſt aber will durchaus haben, ich ſolle noch beifü⸗ gen, daß ich die Stelle im Schnur⸗ und Siegellackamt wieder aufgegeben habe und aus welchem Grunde. Die vortreffliche Dame Johanne Preſton iſt längſt nicht mehr hienieden und auch der Staatsſekretär Preſton weilt nicht mehr unter den Lebenden — der Schlag hat ihn ge⸗ troffen. Es kann alſo Niemanden etwas ſchaden, wenn ich die Geſchichte erzähle.

Die Sache war nämlich dieſe: Herr Preſton hatte ſich in Marie viel ernſtlicher verliebt, als irgend Je⸗ mand von uns ſich einbildete. Am Ende hatte er gar ſeinen Schwager in keiner andern Abſicht nach Rich⸗ mond eingeladen, als um der Amme von deſſen Sohne den Hof zu machen. Eines Tags kam ich in aller Eile dahin, um ihm für die Stelle zu danken, die er mir verſchafft hatte. Ich ward von Charles in das Boſket gewieſen, das ſich gegen das Ufer des Fluſſes hinzog — hier traf ich, Gott ſteh mir bei, mitten auf dem Kies⸗ weg Herrn Preſton, und zwar auf den Knieen liegend vor Marie, die den kleinen Lord auf dem Arme hatte.

Thackeray, Samuer Litmarſh. 12