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Die Geschichte von Samuel Titmarsh und dem großen Hoggarty'schen Diamant : drei Bändchen / von W. M. Thackeray
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es ihr Lebenlang bereuen, daß ſie mich einen ſo großen Theil meiner Zeit dieſem unausſtehlichen, undankbaren Weibe habe widmen laſſen und fügte hinzu, daß ſie und auch ich jetzt recht geſtraft würden für die Anbe⸗ tung des ungerechten Mammon, und für die Verleugnung unſerer natürlichen Gefühle um des miſerablen Geldes dieſer Frau willen. „Amen!“ ſprach ich; „nun haben alle unſere ſchönen Plane ein Ende! Meiner Tante Geld und ihre Diamantnadel waren ſchuld an mei⸗ nem Unglück, und nun iſt, Gott ſei Dank, beides da⸗ hin! Ich gratulire der alten Frau von Herzen und muß ſagen, daß ich den Wohlehrwürdigen Grimes Wapſhot keineswegs beneide.“ Somit ſchlugen wir uns Frau Hoggarth aus dem Sinne und ſuchten uns, ſo gut wir konnten, zu tröſten.

Reiche und vornehme Leute eilen nicht ſo ſehr, ihre Kinder zu Chriſten zu machen, wie wir Arme und Ge⸗ ringere; und der kleine Lord Poynings wurde erſt im Juni darauf getauft. Die Taufpathen waren ein Her⸗ zog, Herr Edward Preſton, der Staatsſekretär, und die gute Lady Johanne Preſton, von der wir oben gehört haben, Tante des Kindes. Sie hatte ſich die Geſchichte meiner Frau ausführlich erzählen laſſen und gewann dieſelbe ſo herzlich lieb, wie ihre Schweſter, und war überaus gütig gegen ſie. Im ganzen Haus war über⸗

haupt kein Menſch, Groß oder Klein, der nicht dieſe

gute liebe Seele von Herzen gern gehabt hätte. So⸗ gar die Lakaien bewieſen ſich ſo dienſtfertig gegen ſie, wie gegen ihre Herrin ſelbſt.

„Ich will Ihnen Etwas ſagen, Freund Titmarſh,“ fing einmal einer von ihnen an, „ſehen Sie, ich bin ſonſt nicht ſo blöde und weiß mit den Frauenzimmern fertig zu werden. Und wenn man eine vornehme Dame ſehen fann, ſo iſt's Ihre Frau. Bei dieſer kann ich nicht ankommen; — ich hab's ſchon verſucht —“

„So, Sie haben's ſchon verſucht?“ fragte ich.

„Machen Sie kein ſo fürchterliches Geſicht. Ich