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Ihre Frau erwiderte hierauf keine Sylbe. Ich nahm alſo das Wort und ſprach: „Mein Herr, dieſer Frau iſt kaum vor ein paar Tagen ihr erſtes Kind ge⸗ ſtorben. Sie iſt nicht gewohnt, ſich nach einem Dienſt umzuſehen; ſie iſt die Tochter eines Schiffskapitäns von der königl. Marine. Sie werden alſo entſchuldigen, daß ſie nicht aufgeſtanden iſt, als Sie hereintraten.“
Auf dieſes ſetzte ſich der Doktor zu ihr hin und ſprach recht artig mit ihr. Er ſagte, er fürchte nur, daß ihre Meldung erfolglos ſein würde, indem Frau Horner von der Herzogin von Doncaſter ſehr dringend empfohlen ſei, deren Verwandtin Lady Tiptoff wäre. In demſelben Augenblick erſchien Letztere ſelbſt in einem eleganten Spitzenhäubchen und einer hübſchen robe de sham von Muſſelin, worin ſie allerliebſt ausſah.
Mit ihr kam eine Wärterin aus dem Zimmer der gnädigen Frau, und ging im anſtoßenden Zimmer auf und ab mit Etwas, das ſie auf den Armen trug, wäh⸗ renddem die Lady mit uns ſprach.
Dieſe redete zuerſt mit Frau Horner und dann mit Madame Titmarſh. Aber ſo lange die Lady mit ihr ſprach, blickte Madame Titmarſh, ſtatt dieſe anzuſehen — was mich ſehr unhöflich däuchte — in das Neben⸗ zimmer; ſah — und ſah in Einem fort nach dem Kinde hin, das dort auf⸗ und abgetragen wurde. Die Lady fragte ſie, wie ſie heiße und ob ſie ein Zeugniß habe; und als ſie ihr keine Antwort gab, nahm ich ſtatt ihrer das Wort und ſagte, ſie ſei die Frau eines der bravſten Maäͤnner von der Welt, und daß Ihre Herrlichkeit auch den Herrn kenne und ihm einmal eine Wildbretkeule verehrt habe. Da ſah Lady Tiptoff auf und ſtaunte über die Maaßen, und ich erzählte ihr die ganze Geſchichte, daß Sie er⸗ ſter Buchhalter geweſen und der Schurke von Brough Sie ins Verderben geſtürzt habe. „Arme Frau „ ver⸗ ſetzte die Lady hierauf. Madame Titmarſh ſprach aber noch immer nicht, ſondern blickte unaufhörlich nach bem


