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Titmarſh, wollte ich ſagen — geſchrieen hätte und einer Ohnmacht nahe geweſen wäre; daß ich alle Mühe hatte, ſie wegzubringen. Hier iſt ſie nun wieder, na⸗ türlich ſehr angegriffen.“
Die Nacht darauf mußte der unermüdliche Auguſt in aller Eile den Doktor Salts holen und am folgenden Morgen kam ein Knäblein zur Welt. Ich wußte nicht, ob ich mich freuen oder betrüben ſollte, als man mir das kleine ſchwächliche Geſchöpf zeigte; aber Marie ſagte, ſie ſei das glücklichſte Weib unter der Sonne und vergaß allen Kummer über der Pflege und Wartung des armen Säuglings. Sie hielt ſich in ihrem Wochen⸗ bette meiſterhaft und behauptete alles Ernſtes, es gäbe kein lieberes und ſchöneres Kind auf der Welt; und wenn auch Lady Tiptoff, deren Niederkunft an demſel⸗ ben Tag ſtattgefunden, wie wir laſen, einen Palaſt in Grosvenor⸗Square bewohnte und ein Lager aus ſeidenen Stoffen haben mochte, konnte ſie doch, wie Marie meinte, unmöglich ein ſo wunderſchönes Kind haben, wie unſer kleiner Auguſt; denn wie hätten wir das Kind anders heißen ſollen als nach unſrem lieben guten Freund Hoſtins? An der Taufe hielten wir einen kleinen Schmaus und waren in der That bei unſerm Thee ſehr luſtig und vergnügt.
Die Mutter war, Gott ſei Dank, ſehr wohl auf und es that einem in der Seele wohl, wenn man ſie in dieſer Stellung ſah, in welcher, glaube ich, jede Frau ſchön iſt, wäre ſie auch noch ſo gewöhnlich — mit ihrem Säugling an der Bruſt. Das Kind war kränklich, allein ſie ſah es nicht. Wir waren ſehr arm, aber was kümmerte ſie das? Sie hatte keine Zeit, ſich Sorgen zu machen, wie ich. Ich hatte die letzte Guinee in der Taſche, und wenn dieſe fort war — ach! das Herz wollte mir zerſpringen, wenn ich daran dachte, was kommen würde. Ich betete um Kraft und Beiſtand von Oben und war inmitten aller Bedrängniß dennoch dank⸗
Thackeray, Samuel Litmarſh. 11


