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Die Geschichte von Samuel Titmarsh und dem großen Hoggarty'schen Diamant : drei Bändchen / von W. M. Thackeray
Entstehung
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Stiltz Kleider machen ließ, aber Sie werden ſchwerlich im Ernſt ſich einbilden, daß ich als ein junger Menſch von neunzehn Jahren Etwas von den Geſchäften der Geſellſchaft wußte, in deren Dienſt ich als zwanzigſter Comptoiriſt trat, indem meine Mutter mit ihrem eige⸗ nen Geld, ſo zu ſagen, eine Stelle für mich kaufte. So⸗ vann waren die Zinſen, welche die Geſellſchaft bot, ſo verführeriſch, daß eine reiche Verwandte von mir ſich veranlaßt ſah, eine Anzahl Aktien zu erwerben.“

„Wer hat Ihre Anverwandtin veranlaßt, wenn ich ſo frei ſein darf zu fragen?“

„Ich muß allerdings bekennen,“ antwortete ich, „daß ich ſelbſt an ſie geſchrieben habe. Aber bedenken Sie: meine Tante war ſechzig Jahr alt und ich erſt einundzwanzig. Sie brauchte mehrere Monate zur neberlegung und fragte ihre Anwälte, ehe ſie auf meinen Vorſchlag einging, den ich ihr auf Broughs Antrieb machen mußte. Dieſer hat mir den Brief an meine Tante in die Feder diktirt und ich hielt ihn da⸗ mals wirklich für ſo reich als Herrn Rothſchild ſelber.“

„Ihre Verwandte hat das Geld auf Ihren Namen angelegt und wenn ich recht gehört habe, ſo ſind Sie, Herr Titmarſh, auf einmal über zwölf Ihrer Collegen hinauf befördert worden, zur Belohnung für den Dienſt, den Sie durch jene Einzahlung geleiſtet.“

„Es iſt ganz richtig, mein Herr,“ — und als ich das zugab, ſing die arme Marie an, ſich die Augen zu wiſchen und Auguſts Ohren — ich konnte ihm nicht in's Geſicht ſehen — wurden wie zwei rothglühende Eiſen — „es iſt ganz richtig, mein Herr; und es iſt mir herzlich leid, daß ich es gethan, da die Sachen ſolch eine Wendung genommen. Damalen aber ver⸗ meinte ich damit meiner Tante ſo gut wie mir ſelbſt einen Dienſt zu leiſten, auch werden Sie ſich erinnern, daß unſere Aktien damals ſehr hoch ſtanden.“

„Nachdem Sie aber dieſe Summe Gelds ange⸗ ſchafft, Herr, machte Sie Brough ſogleich zum Ver⸗