Druckschrift 
Die Geschichte von Samuel Titmarsh und dem großen Hoggarty'schen Diamant : drei Bändchen / von W. M. Thackeray
Entstehung
Einzelbild herunterladen

—

129

„Es iſt nicht möglich! unſer Geſchäft iſt ein ſehr glän⸗ zendes.“

Wir brauchen bis Samstag 5000 Pfund, und wir ſind gerettet; und wenn Sie ſie mir anſchaffen, wie Sie es im Stande ſind, ſo ſollen Sie 10,000 Pfund dafür haben!“

Brough zeigte mir jetzt einen genauen Rechnungs⸗ abſchluß des Geſchäfts wie auch einen Ueberſchlag, über ſein Privatvermögen, und bewies mir ſonnen⸗ klar, daß unſte Anſtalt mit den fünftauſend Pfun⸗ den im Gange erhalten werden könne, und daß ſonſt das Geſchäft ſtille ſtehen müſſe. Es thut nichts zur Sache, wie er es bewies. Aber man denke an das bekannte Wort jenes Staatsmannes, daß er Alles beweiſen wolle, wenn man ihm nur erlaube, es in Zahlen zu thun.

Ich verſprach noch einmal Frau Hoggarty um das Geld anzugehen, und ſie ſchien nicht abgeneigt zu ſein⸗ Ich ſagte ihm das und denſelben Tag machte nicht nur er, ſondern auch ſeine Frau und Tochter Beſuche bei ihr, und nochmals fuhr der Staatswagen mit Vieren bei uns vor.

Allein Frau Brough war eine ſchlechte Geſchäfts⸗ trägerin, und ſlatt die Sache wie eine Kleinigkeit zu behandeln, und ſich gehörig zu verſtellen, brach ſie vor Frau Hoggarty in eine Thränenfluth aus, und flehte ſie fußfällig an, ihren John zu retten Dieß war nun gleich meiner Tante verdächtig, und ſtatt das Geld her⸗ zugeben ſchrieb ſie an Herrn Smithers, augenblicklich zu ihr nach London zu kommen, und von mir verlangte ſie, daß ich ihr die Verſchreibungen über die 3000 Pfund Aktien, die ich beſaß, übergeben ſolle; hieß mich einen gräulichen Betrüger und herzloſen Schwindler und ſchwur, daß ich Schuld an ihrem Verderben ſei.

Wie ſollte aber Herr Brough das Geld erhalten? Ich will es erzählen. Als er eines Tags auf ſeinem

Thackeray, Samuel Litmarſh. 9