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Ach! — Vor der Hochzeit nichts als Honig und ſchöne Redens⸗ arten. Wenn Ihr uns habt, nichts als Kälte und Gleich⸗ gültigkeit. Sehen Sie einmal Roundhand, das alte Kind, wie er nach einem Schmetterling ſchlägt mit ſeinem gelben Taſchentuch! Kann ſo ein Mann mich verſtehen? Kann er die Leere in meinem Herzen ausfüllen?“ Sie ſprach das Wort Herz ohne H, legte aber die Hand an den Ort, den ſie meinte, um doch gewiß verſtanden zu wer⸗ den. — „Oh! niemals. Werden Sie Ihre Frau auch einmal ſo vernachläßigen, Herr Titmarſh?“
Während ihres Geſprächs läutete es juſt aus der
Kirche und ich dachte an meine liebe, theure Marie auf dem Lande, wie ſie nach Hauſe wandelte zu ihrer Groß⸗ mutter, in ihrem beſcheidenen grauen Mantel, unter dem feierlichen Klange der Glocken, während der liebliche Duft des friſchen Heu's die Luft erfüllte und der Fluß carmefin⸗ und purpurroth, golden und ſilbern in der Sonne erglänzte. Dort wandelte ſie, meine theure Marie, hundert und zwanzig Meilen von mir entfernt, in Somerſetſhire mit Dr. Snorter's Familie, mit welcher ſie gewöhnlich kam und ging. Und ich mußte das Geſchwätz dieſer unſchönen, gemeinen Kokette anhoͤren.
Unwillkührlich langte ich nach dem halben Sirpence⸗
ſtück an dem Orte, der meinen Leſern ſchon bekannt iſt,
und indem ich ohne daran zu denken mit der Hand an die Bruſt fuhr, ſtach ich mich in die Spitze meiner neuen Diamantbroſche. Polonius hatte ſie am Abend zuvor geſchickt und ich trug ſie gleich an Roundhands Tafel zum erſten Male.
„Es iſt ein ſchoͤner Diamant,“ ſprach Mrs. Round⸗ hand, „ich habe ihn die ganze Eſſenszeit über betrachten müſſen. Sie müſſen ſehr reich ſein, daß Sie ſolche Koſt⸗ barkeiten tragen. Wie können Sie nur in einer gemeinen Schreibſtube der City bleiben — da Sie ſo vornehme Bekanntſchaften in Weſtend haben?“
Die Frau hatte mich gewiſſermaßen dergeſtalt in


