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Die Geschichte von Samuel Titmarsh und dem großen Hoggarty'schen Diamant : drei Bändchen / von W. M. Thackeray
Entstehung
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Jammerſchade, daß der Herr — ich vergeſſe immer wie⸗ der wie er heißt — daß Ihr Freund, Lady Johanne, ſchon verſagt iſt. Gewißlich hätten Sie ſich ein Vergnü⸗ gen daraus gemacht, Ihren Anverwandten in Whitehall bei ſich zu ſehen.“

Lady Drum war freilich über die Maßen vrauf er⸗ picht, Verwandtſchaften ausfindig zu machen. Aber dieſe Rede des ſehr ehrenwerthen Edmund war mir denn doch zu ſtark. Jetzt, Samuel, ſprach ich zu mir ſelbſt, ſei ein Mann und zeige wer Du biſt! Ich nahm alſo das Wort und ſprach: „Ei, meine Damen, da der ſehr eh⸗ renwerthe Herr ſo ſehr nöthigt, werde ich meine Einla⸗ dung aufgeben und es ſoll mich herzlich freuen, ſeinen Hammelbraten ihm verzehren zu helfen. Um welche Zeit ſpeiſen Sie, mein Herr?“

Er ließ ſich nicht herab, auf meine Frage zu ant⸗ worten und mir war das gleichgültig; denn es fiel mir nicht ein, bei ihm ſpeiſen zu wollen, ſondern ich wollte

ihm bloß eine Lektion in der Artigkeit geben. Ich bin

zwar nur ein unbedeutender Menſch und weiß wie die Leute über Gemeinheit ſchreien, wenn Einer grüne Erbſen mit dem Meſſer ißt, oder dreimal Käſe verlangt, oder auf andere Weiſe gegen die Sitte verſtößt; doch hun⸗ dertmal gemeiner iſt es, nach meinem Dafürhalten, wenn man grob und hochmüthig gegen Niedrigerſtehende ſich be⸗ nimmt. Ich kann ſolche Kerls nicht ausſtehen, gleichwie ich die von geringem Stand verachte, welche vornehm ſcheinen wollen. Beßhalb beſchloß ich, demſelben zu zei⸗ gen, wen er vor ſich habe.

Als der Wagen bei ſeinem Hauſe anfuhr, hob ich die Damen ſo artig als möglich heraus, trat in das Haus, nahm an der Thüre Herrn Preſton bei einem ſeiner Rock⸗ knöpfe und ſagte vor den Damen und den beiden vier⸗ ſchrötigen Lakaien — auf Ehre das that ich — „Herr,“ ſagte ich, „dieſe gütige alte Dame hieß mich in ihren Wagen ſteigen und ich fuhr mit ihr, ihr zu gefallen, nicht