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Die Geschichte von Samuel Titmarsh und dem großen Hoggarty'schen Diamant : drei Bändchen / von W. M. Thackeray
Entstehung
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Staatsſekretär vor aller Welt Augen auf dem Mittel⸗ ſitz eingezwängt fahren muß.

Und der Staatsſekretär machte wirklich ein hoͤchſt betrübtes Geſicht.

„Setze Dich an meinen Platz, Edmund! und ärgere Dich nicht über die Närrin da,“ ſagte ſeine Frau ſchüchtern. .

„O, ich bitte, ſeien Sie ganz ruhig, ich ſitze gut, ganz gut hier und hoffentlich auch der Herr da.“

„Ganz gewiß,“ erwiederte ich. „Ich war faſt im Begriff, Ihnen vorzuſchlagen, daß ich ihr Pferd ſtatt Ihrer heimreiten wolle, weil ich glaubte, Sie fürchten ſich davor. Allein ich befand mich wirklich ſo trefflich hier, daß ich nicht von der Stelle konnte.“

Wie ſchadenfroh verzog die Alte den Mund, als ſie das hörte! Wie winkte ſie mir zu mit den kleinen Au⸗ gen! Wie kniff ſie die Lippen zuſammen, voll ſtillen Hohns über den unwillkommenen Schwiegerenkel! — hatte mich nicht mehr halten konnen; meine Kaltblütig⸗ keit und Geduld war dahin.

„Wir werden ſtets hocherfreut ſein über Ihre Geſell⸗ ſchaft, Vetter Titmarſh,“ ſagte ſie und bot mir ihre gol⸗ dene Doſe, aus der ich eine Priſe nahm und mit der Miene eines Lords nießte.

„Da Sie dieſen Herrn eingeladen haben mitzufahren, Lady Johanne Preſton, hätten Sie ihn auch gleich ein⸗ laden ſollen, bei uns zu ſpeiſen,“ ſprach knirſchblau vor Wuth der Unterſtaatsfekretär.

„Ich habe ihn in meinen Wagen eingeladen,“ ſagte die alte Dame, „und weil wir bei Ihnen ſpeiſen werden und Sie es ſo haben wollen, ſo wird es mich außerordentlich glücklich machen, ihn dort zu ſehen.“

„Es thut mir leid, ich bin verſagt,“ entgegnete ich.

„O, wie Schade!“ ſprach der ſehr ehrenwerthe Edmund, noch immer grollend, zu ſeiner Frau. „Wie

Thackeray, Samuel Litmarſh. 3