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„Ei freilich, ich will Platz machen, gnädige Frau,“ ſprach ich.
„Bah, bah! bleiben Sie ruhig ſitzen,“ ſagte Lady Drum, „es iſt mein Wagen, und wenn Herr Preſton im Geſpräch mit einer alten Frau, wie ich, ſo rohe, gemeine Flüche ſich erlaubt, — ja, ja, ſo rohe, gemeine Flüche — ſo ſehe ich nicht ein, warum meine Freunde um ſei⸗ netwillen incommovirt werden ſollen. Er mag auf den Bock ſitzen, wenn er will oder auf dem Mittelſitz fahren.“
Es war ganz offenbar, daß Lady Drum ihren Schwie⸗ gerenkel nicht leiden konnte, und ich habe häufig in den Familien die Bemerkung gemacht, daß dieſer Fall nicht ungewöhnlich iſt.
Herr Preſton, einer der Unterſtaatsſekretäre Sr. Ma⸗ jeſtät ſaß in Todesangſt auf ſeinem Hengſt, der vorne und hinten ausſchlug und ſich ganz unbändig geberdete. Sein bleiches Geſicht ward noch bläſſer als vorher und er zit⸗ terte am ganzen Leib, als es ihm endlich gelungen war abzuſteigen, worauf er die Zügel dem Diener gab. Der Kerl — der Herr war mir gleich im erſten Augenblick zuwider, wie er herkam und gegen ſein artiges, ſanftes Weibchen ſo grob war und ich dachte, es ſei gewiß ein feiger Wicht, was ſich auch wirklich aus dem Abenteuer mit dem ſcheugewordenen Pferd ergab. Guter Gott! ein kleines Kind hätte es reiten können, und ſchon beim erſten Seitenſprung geberdete er ſich wie ein armer Sünder in der Todesangſt.
„Schnell, Edmund, machen Sie, daß Sie herein⸗ kommen,“ ſagte Lady Fanny und lachte. Als der Wa⸗ gentritt herabgelaſſen worden, ſtieg er ein, mit einem mürriſchen Blick auf mich und wollte ſich in die Ecke von Lady Fanny ſetzen — mir fiel es, auf Ehre! nicht ein, mich nur zu rühren — da ſchrie die kleine Spitzbübin: „Gott bewahre, Herr Preſton! Den Schlag zu, Thomas! Was wird es für einen köſtlichen Spaß geben, wenn ein


