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Die Geschichte von Samuel Titmarsh und dem großen Hoggarty'schen Diamant : drei Bändchen / von W. M. Thackeray
Entstehung
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geglaubt, wenn Sie mich jetzt ſehen? Ohne Schmei⸗ chelei!“

„Wahrhaftig nie, gnädige Frau,“ — gab ich zur Antwort, denn die Dame war ganz häßlich. Die beiden jungen lachten aus vollem Halſe über meine Aufrichtigkeit, und die zwei bärtigen Lakaien hinten auf der Kutſche ſah ic von meinem Sitze aus gleichfalls den Mund ver⸗ ziehen. „Auf mein Wort, Sie ſind ſehr aufrichtig, Herr Dings, ſehr aufrichtig in der That, Doch das gefällt mir an jungen Leuten. Aber eine Schönheit war ich. Fragen Sie nur den Oheim Ihres Freundes, den Gene⸗ ral. Er iſt von den Hoskins aus Lincolnſhire; ich wußte das gleich an der großen Familienähnlichkeit. Iſt er der älteſte Sohn? Es iſt ein hübſches Vermoͤgen da, aber arg verſchuldet, denn der alte Herr George war ein Teu⸗ felskerl, ein Freund von Hanburyh Williams und Littleton

und dieſen abſcheulichen Menſchen! Wie viel bekommt er

wohl einmal, wenn der Admiral ſtirbt?“

„Gnädige Frau, ich kann nicht dienen. Uebrigens iſt der Admiral nicht meines Freundes Vater.“

„Nicht ſein Vater? Er iſt es doch, ſag' ich Ihnen, und ich habe nie Unrecht. — Wer iſt denn ſein Vater?“

„Ein Lederhändler in der Kürſchnerſtraße in Snow Hill, gnädige Frau; ein ganz reſpektables Haus. Aber Auguſt iſt der drittälteſte Sohn, und kann ſomit auf kein großes Erbtheil ſich Hoffnung machen.“

Die beiden jungen Damen lächelten — die alte ſagte: „Wie, was?“

„Es gefällt mir an Ihnen, mein Herr,“ ſagte Lady Johanne, „daß Sie ſich Ihrer Freunde nicht ſchämen, wenn ſie auch keinen Rang in der Geſellſchaft einnehmen. Werden wir das Vergnügen haben, Sie irgendwo abſetzen zu können, Herr Titmarſh?“

„Ich habe nichts Beſonderes vor, gnädige Frau. Wir haben heute frei auf unſerem Bureau, wenigſtens ich und