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Die Geschichte von Samuel Titmarsh und dem großen Hoggarty'schen Diamant : drei Bändchen / von W. M. Thackeray
Entstehung
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Fabrikat und ſteht die Jahrzahl 95 darauf. Vielleicht erinnert es Ew. Herrlichkeit an Ihre früheſte Jugend.“

„Gehen Sie, Herr Polonius,“ fuhr die alte Dame auf, ein zuſammengeſchrumpftes ſteinaltes Mütterchen mit hunderttauſend Runzeln im Geſichte, „wie können Sie ſolchen Unſinn an eine alte Frau hinſchwatzen wie mich? Anno *95 war ich ſchon fünfzig, und das Jahr drauf Großmutter.“ Dann brachte ſie ein Paar zitternde klapper⸗ dürre Hände zum Vorſchein, nahm das Medaillon und betrachtete es ſehr genau. Auf Einmal brach Sie in ein Gelächter aus und ſagte:

„So wahr ich lebe, das iſt der große Hoggartyſche Brillant.“

Guter Gott! was war das für ein Talisman, in deſſen Beſitz ich gelangt war?

„Seht, Mädchen,“ fuhr die Dame fort, „das iſt der große Juwel von ganz Irland. Der Mann mit dem roͤthlichen Geſicht in der Mitte iſt der arme Michael Hoggarty, ein Vetter von mir, der im Jahr 1784 in mich verliebt war, als ich eben Wittwe von Eurem Groß⸗ vater geworden war. Dieſe dreizehn Schnüre von rothem Haar ſtellen ſeine berühmten Schweſtern vor — Biddy, Minny, Thedy, Widdy (Wilhelmine), Freddy, Jzzy, Tizzy, Myſie, Grizzy, Polly, Dolly, RNell und Bell — ſämmtlich verheirathet, alle häßlich, mit infam blondem Haar. Welche derſelben iſt Ihre Mutter, junger Herr? wiewohl ich Ihnen die Gerechtigkeit widerfahren laſſe, daß Sie nicht in die Familie ſehen.“

Zwei hübſche junge Damen richteten zwei Paar hüb⸗ ſche ſchwarze Augen auf mich und warteten auf meine Antwort, die ſie auch bekommen hätten; aber die Alte ließ mich nicht reden und begann hundert Geſchichten aus⸗ zukramen über die erwähnten dreizehn Frauen, deren

ſämmtliche Liebhaber, von den fehlgeſchlagenen Hoffnungen in dieſer Beziehung, und allen Duellen, welche Hoggarty gehabt. Sie gab eine wahre Seandalchronik über die