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war, verſprach ſie mir zu bezahlen, was die neue Faſſung des Diamants koſten würde. Sie hieß mich bei meiner Rückkunft nach London es dem berühmten Juwelier Po⸗ lonius bringen und ihr die Rechnung darüber ſchicken. „Das Gold,“ fügte ſie bei, „worein das Ding gefaßt iſt, iſt zum mindeſten fünf Guineen werth und den Diamant kannſt Du für zwei neu faſſen laſſen. Jedenfalls magſt Du dann das übrige behalten, lieber Samuel! und Dir ſelbſt Etwas nach Belieben darum kaufen.“
Hiemit ſagte mir die alte Frau Lebewohl. Es ſchlug zwölf Uhr, als ich das Dorf hinunterging; denn die Ge⸗ ſchichte von Mulcahh hatte immerhin eine Stunde lang gedauert, auch war ich beim Weggehen nicht mehr ſo niedergeſchlagen als in dem Augenblick, wo ich das Ge⸗ ſchenk erhalten. Im Grunde, dachte ich, iſts immer Etwas ſchones um eine Diamantnadel und gibt mir ein nobles Ausſehen, wenn mein Anzug auch noch ſo ſchäbig wäre. Und ſchäbig war er in der That. Gut, ſagte ich bei mir ſelbſt, mit drei Guineen, die ich herausbekomme, kann ich mir ein Paar Beinkleider vom beſten Stoff und Schnitt kaufen, der ich, unter uns geſagt, hoͤchlich be⸗ vurfte, indem ich gerade ſtark im Wachſen begriffen war und meine Pantalons ſchon über anderthalb Jahre auf dem Leibe trug. Die Hände in den Hoſentaſchen ſchritt ich das Dorf hinab. Ich hatte die Börſe der armen Marie zu mir geſteckt, nachdem ich die Sachen heraus⸗ genommen, welche ſie mir den Tag zuvor gegeben, und ſie anders wohin gethan hatte, um das verhoffte Geldge⸗ ſchenk meiner Tante darin zu verwahren. Da nun dieſes ausblieb, und zudem meine eigene kleine Baarſchaft durch die Spielvartieen mit meiner Tante wohl um fünf und zwanzig Schillinge geſchmolzen war, ſo konnte ich meiner Berechnung zufolge nach Abzug deſſen, was die Fahrt ſen hochſtens einige Siebenſchillingſtücke nach London bringen.
Ich nahm ſo gewaltige Schritte, daß ich, wenn es


