möglich geweſen wäre, die zehnte Stunde eingeholt hätte, welche längſt vorbei war und um welche ich verabredeter Maaßen unter Mariens Fenſter mich hätte einſtellen ſollen. Ueber dem ewigen Geſchwätz der Tante von ihrem abſcheu⸗ lichen Roſolio war es zwölf Uhr geworden, und die Hoff⸗ nung war dahin, mit meiner Angebeteten in ihrem Nacht⸗ häubchen mit faltigem Beſatz, unter dem ihre reizenden Haarwickeln hervorſahen, beim hellen Mondſchein zu koſen. Das Fenſter war geſchloſſen und kein Gedanke von einem Lichte zu erblicken. Ich räuſperte mich und huſtete, und that manchen Pfiff über den Gartenzaun hinüber; ſang auch ein Liedchen, das ihr ſehr gefiel, ja ich warf nach dem Fenſter mit grobem Sand, der es auch tüchtig traf. Allein Niemand wolite erwachen, außer einem gro⸗ ßen Vieh von Haushund, welcher bellte und heulte, und ſo raſend an den Staketen gegen mich aufſprang, daß ich jeden Augenblick glaubte, er würde meine Naſe zwiſchen ſeinen Zähnen haben. Somit mußte ich ſo ſchnell als möglich mich davon machen. Den Morgen darauf berei⸗ teten Mama und die Schweſtern das Frühſtück für mich um vier Uhr, und um fünf kam der blaue, ſechsſitzige Poſtwagen, der nach London fuhr. Ich ſetzte mich oben drauf, ohne Mary Smith geſehen zu haben. Als wir an ihrem Hauſe vorbeifuhren, war es mir, als ob der Fenſter⸗ vorhang in ihrem Zimmer in demſelben Augenblick ein wenig bei Seite gezogen würde. Wenigſtens war das Fen⸗ ſter offen, welches in der Nacht geſchloſſen geweſen. Doch dahin raſſelte der Wagen und Dorf, Landhaus und Kirch⸗ ſammt Hicks Heuſchobern wurde bald nicht mehr ge⸗ ehen.
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