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Die Geschichte von Samuel Titmarsh und dem großen Hoggarty'schen Diamant : drei Bändchen / von W. M. Thackeray
Entstehung
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ich hätte mich ebenſo ſtark beſonnen, es zu tragen, wie

„Liebe Tante,“ ſagte ich zögernd mit bewegter Stimme, „ich hörte oft von Ihnen, daß unſrer im Gan⸗ zen drei und ſiebzig wären. Glauben Sie mir, Ihre gute Meinung von mir iſt für mich in der That hoͤchſt ſchmeichelhaft; Sie denken viel zu gütig von mir, wahr⸗ haftig, viel zu gütig.“

„Sei mir nur ſtill von dieſen verhaßten Irländern,“ ſagte meine Tante ziemlich aufgebracht, „ich verabſcheue ſie und vor allen die Alten“ — der Grund iſt, daß über Hoggarty's Verlaſſenſchaft ein Prozeß entſtanden war —

„aber auch von meinen übrigen Verwandten iſt keines mir

ſo anhänglich und folgſam geweſen, als Du, Samuel! Deine Prinzipale in London geben Dir das beſte Zeugniß in Hinſicht Deines Betragens und Deines Lebenswandels. Du haſt keinen Shilling weiter gebraucht, als Dein Jah⸗ reseinkommen von 80 Pfunden — immerhin ein anſtän⸗ diger Gehalt — während andere junge Leute nicht damit ausreichen würden. Du haſt Deine Monatsferien Deiner gewidmet, die auch gewißlich dafür dank⸗ bar iſt.“

„Oh Frau Tante,“ ſagte ich, weiter brachte ich nichts heraus.

„Samuel,“ fuhr ſie fort, „ich habe Dir ein Geſchenk verſprochen, hier iſt es. Ich wollte Dir anfangs Geld geben. Doch Du biſt ein ſolider Menſch und brauchſt das nicht. Du biſt erhaben darüber, lieber Samuel. Ich gebe Dir den größten Schatz, den ich auf Erden habe, das Bild“ — Thränen erſtickten ihre Stimme — „das Bild meines ſeligen Herrn in das Medaillon gefaßt, wel⸗ ches den koſtbaren Diamant enthält, von dem Du mich oft haſt ſprechen hören. Trag' es, theurer Samuel, mir zu lieb und denk dabei an den ſeligen Geiſt dort oben und an Deine Tante Suſanna.“

Ich nahm das Ding in die Hände, es war in der Größe wie der Deckel einer Doſe mit Raſirpulver; und