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und nähere Nachforſchungen brachten beide Bruͤder auf die Vermuthung, er habe ihr Geſpraͤch ange⸗ hort. Jetzt, wo er ſeinem Sohne nichts mehr zu verbergen hatte, theilte der Biſchof ſeinem Bruder die Plaͤne mit, die er fuͤr Victors Gluͤck entwarf, und Beide verabredeten noch in dieſer Nacht die Maß⸗ regeln, die den jungen Mann am ſchnellſten zu dem Ziele ſeiner Wuͤnſche, zur Losſprechung von ſeinen Ge⸗ luͤbden und zum Beſitz ſeiner Melanie fuͤhren konnten.
Victor hatte das Zimmer des Biſchofs gleich nach ihnen verlaſſen. Er war wie trunken, wie betaͤubt von dieſer uͤberraſchenden Entdeckung. Er wußte zwar jeßt, Melanie ſei nicht ſeine Schweſter, Frau von Roſann ſeine Mutter, der Biſchof ſein Vater — aber er hatte auch gehort, daß man ihm dies ferner verſchweigen, ihn von Melanien entfernt halten wolle — und doch war es kein Verbrechen mehr fuͤr ihn, ſie zu lieben! Er flog nach dem Poſt⸗
hauſe und beſtellte Pferde, um nach Paris zu ihr
zu eilen. Eine Fluth von tauſend neuen Gedanken und Gefuhlen ſtuͤrmte auf ihn ein — er war in einem ſolchen Taumel, daß er kaum zu reden ver⸗ mochte. Er zog Melaniens Bild hervor und bedeckte es mit gluͤhenden Kuͤſſen; aber — zu ſeiner Ehre


