und ich bin der Einzige von meinen Gefaͤhrten, der das Elend unſers langjahrigen Aufenthalts auf einer wuͤſten, beinahe unfruchtbaren Inſel uͤberlebt hat. Schon ſeit Monaten hatte ich dem Letzten unter ihnen ſein Grab gegraben, als die Vorſehung ein Schiff herbeifuͤhrte, das mich aufnahm und in Frankreich an's Land ſetzte. Statt nach Paris zu gehen, eilte ich gleich zu Dir, wo ich Nachricht von unſern Kindern zu erhalten hoffte. Erzaͤhle Du mir nun, welcher Zufall Dir Deinen Sohn zugefuͤhrt hat.“*
„Ich habe ihn nie um die Begebenheiten ſeines
fruͤheren Lebens beftagt, aus Furcht, meine Theil⸗
nahme moͤchte mich verrathen; aber er ſcheint großes Ungluͤck erlebt zu haben. Vor anderthalb Jahren kam er hierher, um ſich in das Seminarium auf⸗ nehmen zu laſſen; ich habe fuͤr ihn um die Dispen⸗ ſation nachgeſucht, deren er bei ſeiner Jugend be⸗ durfte, und er iſt jetzt Prieſter.“
„Wie? Victor iſt ein Pfaff geworden?“ rief Herr von St. André mit zornigem Erſchrecken.
„Warum mißbilligſt Du dies?“
„Ach, ich errathe ſein Ungluͤck, und kann es Dir nicht verzeihen, daß Du Dich ihm nicht als Vater zu erkennen gegeben haſt. Dein Sohn liebre


