Teil eines Werkes 
14. Band (1830)
Entstehung
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Mutterliebe dem Augenblick entgegenſah, der ihr das Herz ihres Sohnes offnen, ſie zur Theilneh⸗ merin ſeines Grams weihen ſollte, brachte ihr Ge⸗ mahl den Abend unter Folterqualen zu. Am Morgen verließ er das Schloß unter dem Vor⸗ wande eines Beſuchs in der Nachbarſchaft, kehrte aber heimlich zuruͤck, ſah den Vicar durch den Park gehen, und eilte, ſobald er ihn im Cabinet der Marquiſe angelangt glaubte, die Treppe hinauf. Marie, die er im Vorzimmer fand, erſchrak vor ſeinem verſtorten Blick ſie rief ihrer Gebieterin zu, daß er komme. In dem Schrecken der Ueber⸗ raſchung ſchob Frau von Roſann den Riegel vor; der furchtbare Gedanke, daß ſie, um ihren Gemahl nicht ungluͤcklich zu machen, genoͤthigt ſein wuͤrde, ihm uͤber ihr wahres Verhältniß zu dem jungen Manne Aufſchluß zu geben, raubte ihr alle Faſſung.

Oeffnen Sie die Thuͤr! rief der Marquis mit drohender Stimme.Ich weiß, wer bei Ihnen iſt, und der Ungluͤckliche ſoll es mit ſeinem Leben buͤßen!

So toͤdten Sie mich denn! ſagte der Vicar mit ruhiger Gelaſſenheit und öffnete die Thuͤr.