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Kunſt, Wunden der Seele zu heilen, und woͤßten
Sie, wie theuer Sie mir ſind, Sie wuͤrden mir Ihr Vertrauen nicht verſagen. — Laſſen Sie ſich auch die Innigkeit meiner Theilnahme nicht befrem⸗ den. Ihr Herz begreift gewiß das Daſein einer reinen, heiligen Liebe, der nicht der Schatten irdi⸗ ſcher Mißdeutung ſich nahen darf; — eine ſolche Liebe iſt es, die mich zu Ihrer muͤtterlichen Freun⸗ din weiht.“
„Sie ſprechen die Empfindungen meines eignen Herzens aus, gnädige Frau. Ich fuͤhle mich auf eine mir ſelbſt unerkläͤrliche Art zu Ihnen hingezo⸗ gen — in Ihrer Naͤhe athme ich leichter und ver⸗ mag mein Ungluͤck zu vergeſſen, ſo lange ich Sie ſehe, Sie hoͤre —“
„So laſſen Sie mich denn erfahren, was Sie ungluͤcklich macht,“ bat ſie mit unwiderſtehlicher Innigkeit. „Gewiß iſt auch Ihr Schickſal nicht ſo hoffnungslos, als es Ihnen erſcheint, und ein gluͤcklicher Wechſel deſſelben nicht unmoglich. Ver⸗ trauen Sie Ihrer Mutter, öffnen Sie mir Ihr Herz — es kann, es wird Sie nie gereuen.“
„O,“ rief er, und barg ſeine naſſen Augen in


