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heimniß auf Erden; denn bei dieſer Wahrheit und Innigkeit der Liebe fuͤr den Gatten, von der ſie mehr denn je beſeelt ſchien, leuchtete doch ihre Neigung fuͤr Victor — dem Blicke des Argwohns unverkennbar — aus ihrem Betragen hervor. Die Anerkennung ſeiner Kenntniſſe und Talente, welche der Marquis dem jungen Mann nicht verſagen konnte, ſteigerte den Werth ihres Sohnes in den Augen der Mutter; aber die freudeglänzenden Blicke, mit denen ſie jedes beifällige Wort aufnahm, das ihr Gemahl zuweilen uͤber Victor aͤußerte, weckten nur zu bald die ſchlummernde Eiferſucht in dem Herzen des Marquis. Immer mächtiger ward die Mutterliebe in ihrer Seele, ſie verlor mehr und mehr die Kraft zu verbergen, was ſie empfand. Des Vicars Kummer laſtete ſchwer auf ihr, mit unausſprech⸗ licher Theilnahme haͤtte ſie nach der Urſache ſeines Grames forſchen, ſein Geheimniß in ihre verſchwie⸗ gene Bruſt aufnehmen, ihn troͤſten mögen. Aber wo die Gelegenheit finden, ihn allein zu ſprechen, ihn zum Vertrauen aufzufordern, da Herr von Ro⸗ ſann ſie in den Stunden, wo Victor zu ihr kam, faſt nie verließ. — Eines Tages indeß, wo ſie zu⸗ ſammen im Garten waren, wurde der Marguis


