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unendlich fuͤßer Stimme: „Vertraue mir, mein Freund, ſei meines Herzens gewiß, ich bin Deiner Liebe nicht unwerth.“
„Niemand verdient ſie mehr als Du,“ ant⸗ wortete der Marquis geruͤhrt.
„Nun denn, mein Freund, ſo beweiſe mir dies Vertrauen, das zum Gluͤck meines Lebens unent⸗ behrlich iſt. Verlange nicht, daß ich den Umgang mit dem Vicar meide, ſei nicht ungerecht gegen ihn, lerne ihn kennen — es waͤre mir ſo ſüß, mein guͤnſtiges Urtheil uͤber den jungen Mann von Dir beſtäͤtigt zu wiſſen — ich darf es erwarten, ſobald Du ihn ohne Vorurtheil ſiehſt.“
Der Marquis vermochte den ſuͤßen Bitten der geliebten, ihm neu geſchenkten Frau nicht zu wider⸗ ſtehen. Der Vicar ward faſt täglich auf's Schloß eingeladen, und die Marquiſe bot Alles auf, ihren Gemahl guͤnſtig fuͤr ihn zu ſtimmen. Ihre erfinde⸗ riſche Zaͤrtlichkeit wußte ihm tauſend Gelegenheiten zu verſchaffen, den Reichthum ſeines Geiſtes im Geſpraͤch mit dem Marguis zu entfalten. Dabei war ſie ſo herzlich, ſo weich und hingebend, ſo un⸗ endlich liebenswuͤrdig gegen dieſen, daß er ſich ge⸗ ſtand, ein Frauenherz ſei das unergruͤndlichſte Ge⸗


