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Biſchof zu. Sie konnte ihm nur mit einem Blicke antworten, da eben ihr Gemahl eintrat. Sie flog auf ihn zu und druͤckte ihn mit Entzuͤcken an ihr Herz. „Ich bin geneſen!“ rief ſie ihm zu, und das glanzvolle Leben ihres ſtrahlenden Blickes, die bluͤhende Farbe ihrer Wangen ſchienen dieſe Worte zu beſtätigen.
„Ich verſprach Ihnen,“ ſagte der Biſchof zu dem Marquis, „Ihren Frieden und Ihr Gluͤck wieder herzuſtellen — mein Wort iſt gelöſet — leben Sie wohl!“ —
So ſelig Frau von Roſann ſich auch in den erſten Stunden nach dieſer Entdeckung fuͤhlte, fand ſie doch am andern Morgen Grund zu neuem Schmerz darin. Wie? ſagte ſie ſich ſelbſt, ich ſoll meinen Sohn ſehen, ohne ihm ſagen zu duͤrfen, daß ich ſeine Mutter bin? Ich ſoll meine Liebe zu ihm verbergen, als ſei ſie ein ſtrafbares Gefuhl! Schoͤnheit, Tugend, Talente, Geiſt und Herz — Alles, was ein Muttetherz mit Stolz und Entzuͤcken zu erfuͤllen vermag, finde ich in Victor vereint — und ich ſoll ihn nicht meinen Sohn nennen? — Sein Vater verlaͤugnet ihn — o wenn Roſann ihn lieb gewaͤnne, wenn ich meinem Gemahl das un⸗


