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— Es iſt ja moͤglich, daß Du ihn einſt adoptiren kannſt — darum kein Wort, das ſeinem Gluͤcke ſchaͤdlich zu werden vermoͤchte. — Um dieſen Preis ſollſt Du Deinen Sohn kennen lernen.“
„Ich ſchwoͤre, Alles zu thun, was Du gebieteſt.“
„Schwoͤre es auf das Evangelium!“
„Ich ſchwoͤre es bei dem Leben meines Kin⸗ des —“
„Dein Sohn —“
„Nun?“ ſagte ſie erblaſſend, errothend, bebend und kaum athmend —
„Sammle alle Deine Kraft, Victorine — ſei gefaßt —“
„Sprich es aus, oder ich ſterde —“
„Victor, der Vicar, iſt es!“
Hier ſank Frau von Roſann ohnmaͤchtig nieder. Den Biſchof verließ ſeine Geiſtesgegenwart, als er ſie in todtenähnlichem Zuſtande ſah; er klingelte. — Der Margquis oͤffnete die Thuͤr, erblickte ſeine Ge⸗ mahlin leblos, und ſtuͤrzte fort, um Beiſtand her⸗ beizurufen. In dieſem Augenblicke kam die Mar⸗ quiſe wieder zu ſich laut jauchzend rief ſie: „Mein Sohn, mein Victor! — o mein weiſſagendes Herz!“ — „Gedenke Deines Eides!“ fliſterte ihr der


