Teil eines Werkes 
14. Band (1830)
Entstehung
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länger ſchmachten! Sage mir, haſt Du ihn ſeit ſeiner Geburt geſehen?

Ja

Und haſt Du ihn Deinen Sohn genannt Haſt Du ihn als Vater an Dein Herz gedruͤckt?

Nein, antwortete er mit feſt entſcheidendem Tone.MNiemand darf unſern Fehltritt ahnen, auch Er nicht.

O, ſagte ſie,an dieſer Haͤrte erkenne ich den Mann, deſſen Herz der Fanatismus allen ſchönen, menſchlichen Empfindungen unzugaͤnglich gemacht hat, der mich ſo lange durch die Nachricht von dem Tode meines Kindes zu taͤuſchen vermochte. Aber, Bar⸗ bar, es iſt mein Kind ich will wiſſen, wo mein Sohn lebt, und muͤßte ich vor der ganzen Welt Deine Schande und die meinige bekennen.

Das Geheimniß bleibt in meiner Bruſt ver⸗ graben, wenn Du mir nicht ſchwoͤrſt, genau zu be⸗ folgen, was ich Dir vorſchreiben werde.

Wie war es dem Vater moͤglich, ſeinen Sohn zu verläugnen, das natuͤrlichſte, heiligſte Gefuͤhl zu unterdruͤcken! O mein Gott! fuͤr einen Kuß, fuͤr eine Umarmung meines Kindes gaͤbe ich mit Freu⸗ den mein Leben hin! Geh, mit all Deiner