Teil eines Werkes 
14. Band (1830)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ſamkeit der Beſten, in meiner Gegenwart von nichts

zu ſprechen, das mich verletzen könnte. So lange Mylord lebte, machte mich die Dankbarkeit geſellig; ich gab mir Muͤhe, die Herzen der Menſchen zu gewinnen, damit das ſeinige nicht durch ihr Betra⸗ gen gegen mich betruͤbt werde. Diejenigen aber, die zu ihm kamen, waren ſo an mich gewoͤhnt, daß ſie oft, ohne daran zu denken, in meiner Gegenwart die allerbeleidigendſten Sachen fuͤr mich ſagten. Ich winkte dann Mylord lächelnd zu, ſie ungeſtoͤrt reden zu laſſen, weil es mir wohlthat, daß man ver⸗ gaß, wer ich war, oder mich als eine Ausnahme von der Regel betrachtete, und nie habe ich mich auch durch irgend etwas, das man von der Frech⸗ heit, der Habſucht und dem Leichtſinn anderer Maͤd⸗ chen meines Standes erzählte, verletzt oder getroffen gefuͤhlt.

Warum gab er Ihnen aber nicht ſeine Hand? fragte ich.Nur einmal, antwortete ſie,hat er mit mir uͤber dieſen Punkt geſprochen, und da ſagte er mir, die Trauung wuͤrde fuͤr uns nur eine leere Foͤrmlichkeit ſein, und ſo wenig ſeine Hochachtung als ſeine Liebe fuͤr mich vermehren.Koͤnnte ich Dir indeſſen, fuhr er fort,den Beſitz eines großen