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reinen Gemuͤth wohnt die Kraft, ihn zu er⸗ faſſen, jeder Fortſchritt im Guten wird dir ihn mit groͤßrer Klarheit erblicken laſſen.
Wahre die Roſe ferner als den Talismann
deines Lebens, und geh getroſt dem Geſchick deiner Zukunft entgegen, haſt du Frieden im Herzen, ſo kann es nur ein gutes ſeyn —
mit dieſen Worten legt der Greis ſegnend ſei⸗
ne Hand auf Anna's Haupt und ſchweigt. — Anna iſt ergriffen, tief ergriffen von der uͤber⸗ raſchenden Wahrheit ſeiner Worte — tief im
Innern geht ihr ein Licht auf, deſſen helle Strahlen mit freudigem Muth, mit ſeliger
Ruhe ihre Seele erfuͤllen; — ſie bleibt einige Minuten in ſtillem Sinnen, dann ergreift ſie mit inniger Bewegung die Hand des Ein⸗
ſiedlers; ach! mein Vater, ruft ſie aus, ich
erkenne, was mir eure Weisheit und Froͤm⸗ migkeit enthuͤllt, bittet, daß dies Licht nie
meiner Seele wieder entſchwinde! — Auch
ihr ſeyd mir ein Beweis des Segens meiner
Roſe, ein Bote des Himmels, auf meinen
duſtern Lebensweg herabgeſandt, die Leuchte
mir zu bringen! Leitet mich ferner mit eurem


