Rath, und ſagt mir, wie ich meine kuͤnftigen Lebenstage wuͤrdig anwenden koͤnne! — Soll
ich dir rathen, verſetzt der Greis nach kurzem
Bedenken, ſo betrachte auch die heutige Ueberbringerin der Roſe von Jericho, die kleine Katharine, als ein vom Himmel ge⸗ ſendetes Weſen, nimm das liebe, faͤhige Kind zu dir, beziehe mit ihr dein kleines Beſitz⸗
thum und verſchaffe dir durch ihre Erziehung ein Wirken, deſſen Segen nicht ausbleiben kann. Ja, das will ich thun! ruft Anna,
freudig uberraſcht von einer Ausſicht, die ſo
freundlich mit ihren Wuͤnſchen uͤbereinſtimmt, ich werde euch folgen, mein Vater, und eu⸗ rer Lehren wurdig, ein Leben beginnen, was nicht ohne Fruchte bleiben ſoll.
Katharine hat indeß einen großen Hau⸗ fen Blumen gepfluͤckt und mahnt ermuͤdet ihr
liebes Fräulein an das Zuhauſegehen; die Sonne beginnt ſchon zu ſinken. Anna ſchei⸗ det mit inniger Ruͤhrung, mit unendlicher
Dankbarkeit von dem ehrwuͤrdigen Greiſe und eilt tiefbewegten Sen ihrer Woh⸗
nung zu.


